In einigen der ausführlichsten Tests Deutschlands präsentieren wir …

HyperX Cloud Alpha 2 Wireless im Test

Das Headset für alle, die viel Zeit am PC verbringen und eines der besten Modelle am Markt suchen

Von TheSoundlabs, zuletzt aktualisiert am 17. April 2026

HyperX Cloud Alpha 2 Wireless auf einem Kopfhörerständer mit einem Waldstück im Hintergrund

Foto: © TheSoundlabs

Soundlabs-Maskottchen in Form eines fröhlichen Affen mit Kopfhörern, der das Soundlabs-Symbol und ein Schild „Soundlabs empfiehlt“ hält
HyperX Cloud Alpha 2 Wireless
HyperX Cloud Alpha 2 Wireless
4,5/5

Als Flaggschiff von HyperX muss sich das Cloud Alpha 2 Wireless an hohen Erwartungen messen lassen. Qualität zieht sich durch das gesamte Produkt; besonders hervor stechen die solide Konstruktion, die hervorragende Akkulaufzeit und die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten.

Klangqualität 4,1/5
Komfort 4,5/5
Verarbeitungsqualität 4,8/5
Funktionen 4,8/5
Preis-Leistungs-Verhältnis 4,4/5

Vorteile

  • Hervorragende Akkulaufzeit
  • Beeindruckender In-Game-Klang
  • Doppelte Verbindung mit PC und Smartphone
  • Solide Konstruktion
  • Sehr großer Funktionsumfang über Basisstation und NGENUITY

Nachteile

  • Die Mikrofone könnten besser sein
  • Sollte täglich genutzt werden, damit sich der Preis wirklich lohnt

Einleitung

HyperX Cloud Alpha 2 Wireless an einem Betonfundament

Foto: © TheSoundlabs

Die Auswahl guter Gaming-Headsets wächst ständig. Das eine Modell klingt gut, schwächelt aber bei der Akkulaufzeit. Das nächste bietet viele Funktionen, kann klanglich jedoch nicht mithalten. Kurz gesagt: Der Markt ist ein Dschungel. In diesem Test klären wir, ob das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless unter den vielen Gaming-Headsets, die um die Spitzenposition kämpfen, eine überzeugende Alternative ist.

Angesichts des hohen Preises muss das Cloud Alpha 2 Wireless auf sehr hohem Niveau liefern, um den Kauf zu rechtfertigen. Schon vor dem eigentlichen Test lässt sich festhalten, dass HyperX zu den absolut größten Herstellern der Gaming-Welt gehört. Das zeigt nicht nur die große Zahl gesponserter E-Sport-Profis. Auch viele Spieler, die nicht an einen Herstellervertrag gebunden sind, entscheiden sich freiwillig für ein HyperX-Headset. Historisch hat die Marke außerdem sehr gute Headsets gebaut. Das HyperX Cloud II kam vor mehr als 13 Jahren auf den Markt und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Headsets aller Zeiten. Seitdem hat sich allerdings viel verändert. Die Frage ist, ob HyperX mit der Entwicklung Schritt hält, während andere Hersteller ernsthaft um die Spitze kämpfen.

Reichen also eine enorme Akkulaufzeit von bis zu 300 Stunden, zahlreiche Funktionen, eine doppelte kabellose Verbindung und eine Basisstation, über die sich die meisten Funktionen bequem direkt am Schreibtisch steuern lassen? Und reicht all das, um den hohen Preis zu rechtfertigen?

Genau das versuchen wir in diesem Test herauszufinden. Vorweg lässt sich sagen: HyperX liefert gut ab. Wie stark genau, zeigt der restliche Test.

Preis

  • Hoher Preis von über 200 Euro
  • Günstiger als der nächstliegende Konkurrent
HyperX Cloud Alpha 2 Wireless an einer neongrünen Bank

Foto: © TheSoundlabs

Der Preis ist durchaus ambitioniert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kostet das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless bei Amazon.de 224,95 Euro. Angesichts des Funktionsumfangs, der Akkulaufzeit und der starken In-Game-Klangqualität ist das dennoch als preiswert zu betrachten. Voraussetzung ist allerdings, dass das Headset auch wirklich genutzt wird. Dies ist kein Modell, das man kauft, um es anschließend im Regal verstauben zu lassen. Es richtet sich an Nutzer, die ihr Headset viel und täglich verwenden.

Verglichen mit anderen Herstellern, die ähnliche Funktionen und Eigenschaften bieten, ist das Preisniveau durchaus attraktiv und teilweise sogar etwas niedriger. Ein gut vergleichbares Modell ist das SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless. Es kostet einige Dutzend Euro mehr und liefert in mehreren Bereichen eine ähnliche Leistung wie das Cloud Alpha 2 Wireless.

Verarbeitungsqualität, Design und Komfort

  • Solide Konstruktion mit zahlreichen Aluminiumdetails
  • Bewährtes Design, das an die Vorgängermodelle erinnert
  • Auch bei mehrstündiger Nutzung sehr bequem

Video: © TheSoundlabs

Das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless ist ein kabelloses Over-Ear-Headset mit abnehmbarem Mikrofonarm. Zusätzlich besitzt es ein integriertes Mikrofon im Headset selbst – praktisch, wenn man es unterwegs mit dem Smartphone verwenden möchte und nicht am PC sitzt. Der Kopfbügel ist großzügig gepolstert und auf der Innenseite mit Kunstleder bezogen. Außen wird er durch Aluminium verstärkt, darunter scheint ein Kunststoffkern zu sitzen. Auf dem Kopfbügel befindet sich außerdem ein dezent graues HyperX-Logo. Auch die ausziehbaren Bereiche auf beiden Seiten sind mit Aluminium verstärkt und gehen in die vollständig aus Aluminium gefertigten Gabelverbindungen zwischen Ohrmuscheln und Kopfbügel über. Jede Seite lässt sich in elf klar rastenden Stufen um insgesamt vier Zentimeter verlängern – ein Aufbau, den man von älteren HyperX-Modellen kennt. Die Ohrmuscheln selbst bestehen größtenteils aus Kunststoff mit Aluminiumdetails. Außen sitzt jeweils das klassische „HX“-Logo, ebenfalls in dezentem Grau. Im Inneren arbeiten dynamische 53-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz.

Die Ohrpolster sind groß genug, um jede erdenkliche Ohrgröße aufzunehmen. Sie sind weich, rund zwei Zentimeter dick und mit Mikrofaserstoff bezogen. Bei normaler Raumtemperatur werden sie nicht unangenehm warm. An heißen Sommertagen könnte das allerdings anders aussehen.

Die Ohrmuscheln lassen sich um etwas mehr als 45 Grad drehen und dadurch flach auf eine Oberfläche legen.

Wir haben das Headset mehrere Stunden am Stück verwendet, ohne dass unangenehmer Druck entstand. Die weichen Ohrpolster und der gut gepolsterte Kopfbügel machen lange Sessions problemlos möglich. Wer einen größeren Kopf hat, kann das Headset bei Bedarf etwas „dehnen“, damit der Anpressdruck geringer ausfällt. Gleichzeitig sorgt die Konstruktion dafür, dass es auf kleineren Köpfen nicht zu locker sitzt.

Die robuste Konstruktion mit relativ viel Aluminium und der große Akku sorgen allerdings für ein höheres Gewicht. Mit Mikrofon wiegt das Headset 356 Gramm und damit ungefähr 15 bis 30 Gramm mehr als viele Konkurrenten. Die solide Verarbeitung, Robustheit und außergewöhnliche Akkulaufzeit werden also mit etwas zusätzlichem Gewicht erkauft.

Die mitgelieferte Basisstation macht das Cloud Alpha 2 Wireless einzigartig und ermöglicht den schnellen Zugriff auf mehrere wichtige Funktionen. Darauf gehen wir im Abschnitt Funktionen genauer ein. Auch die Basisstation wirkt hochwertig verarbeitet. Das große Scrollrad besteht aus Aluminium und besitzt einen angenehm gedämpften Widerstand. Die physischen Tasten wirken dagegen etwas weniger hochwertig, weil sie auf Membranschaltern basieren und dadurch einen eher weichen Druckpunkt besitzen. In der Mitte des Scrollrads sitzt außerdem eine Touchfläche zum Stummschalten des Mikrofons, die hervorragend funktioniert. Die Unterseite der Basisstation ist gummiert und hält sie auch während der Bedienung sicher an ihrem Platz.

HyperX Cloud Alpha 2 Wireless Komplettpaket mit allen Kabeln, Basisstation, Anleitungen und Aufbewahrungsbeutel

Foto: © TheSoundlabs

Neben der Basisstation gehören eine Aufbewahrungstasche aus Funktionsmaterial, ein 1,5 Meter langes 3,5-mm-auf-3,5-mm-Kabel, ein 1,5 Meter langes USB-C-auf-USB-C-Kabel mit USB-C-auf-USB-A-Adapter für die Basisstation, ein 0,5 Meter langes USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie ein USB-C-auf-3,5-mm-Audioadapter zum Lieferumfang.

Gesprächsqualität

  • Etwas blecherne Sprachqualität – besonders beim integrierten Mikrofon
  • Low Boost, Compressor und Limiter verbessern den Klang etwas
HyperX Cloud Alpha 2 Wireless auf Beton mit abgenommenem externen Mikrofon daneben

Foto: © TheSoundlabs

Mit zwei Mikrofonen – einem integrierten Mikrofon in einer Ohrmuschel und einem abnehmbaren Mikrofonarm – stehen zwei unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Das integrierte Mikrofon ist praktisch, wenn man am Computer arbeitet und auf den Mikrofonarm verzichten möchte, gleichzeitig aber Telefongespräche oder andere Anrufe über das Headset führen will. Der Mikrofonarm nimmt die Stimme dagegen gezielter auf.

Klanglich sind sich beide Mikrofone überraschend ähnlich. Leider liefert keines davon eine Qualität, die Gesprächspartner besonders beeindrucken wird. Die Verständlichkeit ist vollkommen in Ordnung, die Stimme klingt jedoch etwas robotisch und dünn. Bass und rundere Klanganteile fehlen hörbar. Aktiviert man auf der Startseite von NGENUITY „Low Boost“, „Compressor“ und „Limiter“, verbessert sich die Sprachqualität etwas.

Funktionen

  • Sehr großer Funktionsumfang mit zahlreichen Detailoptionen
  • Die Basisstation macht den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen besonders komfortabel
  • NGENUITY funktioniert trotz Beta-Status überraschend gut


Das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless bietet sehr viele Funktionen. Zu den praktischsten gehört die doppelte kabellose Verbindung. Gleichzeitig mit dem PC verbunden zu sein und parallel einen Anruf am Smartphone annehmen zu können, ist ausgesprochen bequem.

In diesem Abschnitt gehen wir zunächst die Tasten und Regler am Headset durch. Touchflächen gibt es dort nicht, was wir als großen Pluspunkt sehen. Danach folgt die Basisstation mit ihren Reglern, Ein- und Ausgängen sowie Tasten. Abschließend widmen wir uns NGENUITY, das eine sehr große Zahl an Einstellungsmöglichkeiten bietet.

Wir gehen die Funktionen der Reihe nach durch.

Foto: © TheSoundlabs

Beginnen wir mit den Ohrmuscheln. An der Unterseite der linken Ohrmuschel befinden sich Ein/Aus-Taste, Stummschaltung, ein 3,5-mm-Eingang für analoge Quellen wie einen Xbox-Controller, der USB-C-Ladeanschluss sowie der 3,5-mm-Anschluss für den Mikrofonarm. An der Seite sitzt außerdem eine LED-Anzeige.

An der Unterseite der rechten Ohrmuschel befinden sich ein Schalter für die Wahl zwischen doppelter kabelloser Verbindung und ausschließlich 2,4 GHz, eine Multifunktionstaste sowie ein praktisches Lautstärkerad.

HyperX Cloud Alpha 2 Wireless Basisstation von oben mit sechs farbigen Tasten und großem Scrollrad

Foto: © TheSoundlabs

Die Basisstation besitzt sechs physische Tasten sowie eine Touchfläche. Zusammen mit dem großen Scrollrad, das gleichzeitig als Lautstärkeregler dient, lassen sich mehrere Einstellungen steuern:

  • Mikrofonlautstärke
  • Game/Chat-Mix
  • Mikrofon-Monitoring
  • Stummschaltung Ein/Aus
  • Schnellwahl zwischen drei EQ-Presets: Music, Gaming und Voice Chat
  • Mediensteuerung: Wiedergabe/Pause sowie Titel vor/zurück


Die Tasten sind mit Symbolen für ihre jeweilige Funktion gekennzeichnet. In NGENUITY lassen sie sich bei Bedarf neu belegen. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass es verwirrend werden kann, wenn das Symbol auf der Taste etwas anderes zeigt als die tatsächlich zugewiesene Funktion.

Die Touchfläche in der Mitte des Scrollrads schaltet das Mikrofon stumm. Ist es deaktiviert, leuchtet die Touchfläche rot. Gleichzeitig leuchtet auch eine rote LED im Mikrofonarm.

Foto: © TheSoundlabs

Auf der Rückseite der Basisstation befinden sich drei Anschlüsse. Der erste ist USB-C und dient sowohl der Stromversorgung als auch der Kommunikation mit dem angeschlossenen Computer. Daneben sitzen ein 3,5-mm-LINE-IN und ein 3,5-mm-LINE-OUT. Dadurch kann externes Audio in die Basisstation eingespeist oder von ihr ausgegeben werden. Ein Schalter an der Seite legt fest, ob der Ton kabellos an das Headset oder über den 3,5-mm-Ausgang ausgegeben wird.

Die meisten Einstellungen werden schließlich in NGENUITY vorgenommen. Obwohl sich die Software weiterhin im Beta-Stadium befindet, ist sie inzwischen sehr ausgereift. Während des Monats, in dem wir das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless getestet haben, traten keine Probleme auf.

Startseite der NGENUITY-Software

Die Startseite enthält größtenteils dieselben Funktionen, die sich über die Basisstation steuern lassen: Lautstärke, Mikrofonlautstärke, Mikrofon-Monitoring, Game/Chat-Mix sowie die drei voreingestellten EQ-Profile Music, Gaming und Voice Chat. Wird eine Einstellung an der Basisstation verändert, während die Startseite geöffnet ist, erscheint die Änderung direkt in der Software. Das ist praktisch, wenn man herausfinden möchte, welche Taste oder welcher Regler gerade welche Funktion steuert.

Auf der Startseite lassen sich außerdem drei Mikrofonabstimmungen wählen: High Boost, Mid Boost und Low Boost. Zusätzlich stehen AI Noise Reduction, Compressor und Limiter zur Verfügung. Eine der besten Funktionen ist die Möglichkeit, einen eigenen 10-Band-EQ zu erstellen und sogar die drei vorhandenen Presets anzupassen. Da genau diese drei EQ-Profile direkt über die Basisstation umgeschaltet werden können, ist es besonders sinnvoll, sie an den eigenen Geschmack anzupassen – denn genau diese drei EQ-Profile werden die meisten Nutzer des Cloud Alpha 2 Wireless verwenden.

Registerkarte „Spatial Audio“ in der NGENUITY-Software

Die nächste Registerkarte in NGENUITY heißt „Spatial Audio“ und erzeugt virtuellen 7.1-Sound. Die Einstellmöglichkeiten sind sehr umfangreich. Position und Verhalten jedes virtuellen Lautsprechers lassen sich bis ins Detail anpassen. Wir haben Spatial Audio in mehreren Spielen getestet. Die Wiedergabe verändert sich deutlich, in FPS-Titeln wie Counter-Strike 2 konnten wir jedoch keinen klaren Vorteil erkennen. Gegner ließen sich nicht präziser orten als ohne Spatial Audio. Vermutlich liegt das daran, dass moderne Spiele wie Counter-Strike 2 bereits sehr gezielt für Kopfhörerwiedergabe optimiert sind. In älteren Titeln mit weniger ausgefeilter Audioengine könnte Spatial Audio dagegen eher einen Mehrwert bieten.

Registerkarte „Lights“ in der NGENUITY-Software

Die nächste Registerkarte heißt „Lights“ und steuert den Leuchtring rund um das Scrollrad der Basisstation. Wie bei Spatial Audio sind die Anpassungsmöglichkeiten nahezu grenzenlos. Es gibt neun verschiedene Effekte, zusätzlich lassen sich Farben, Geschwindigkeit, Größe der Farbflächen, Sättigung, Helligkeit und Laufrichtung detailliert festlegen. Kurz gesagt: Hier setzt fast nur die eigene Fantasie Grenzen. Wer auf die Beleuchtung verzichten möchte, kann sie vollständig deaktivieren.

Registerkarte „Keys“ in der NGENUITY-Software

Unter „Keys“ lassen sich nicht nur die sechs Tasten der Basisstation neu belegen. Zusätzlich können Makros zugewiesen werden. Damit kann eine Taste auf der Basisstation praktisch beliebige Tastatureingaben auslösen. Wer möchte, kann die Basisstation dadurch sogar wie ein Stream Deck verwenden.

Registerkarte „Settings“ in der NGENUITY-Software

Die letzte Registerkarte enthält die Grundeinstellungen des HyperX Cloud Alpha 2 Wireless, darunter Firmware-Updates.

Wie viele moderne Gaming-Headsets ist auch das Cloud Alpha 2 Wireless mit Xbox, PlayStation und Nintendo Switch kompatibel.

Akkulaufzeit

  • Bis zu 250 Stunden Akkulaufzeit
  • 180 Stunden mehr als der nächstliegende Konkurrent

Die größte Stärke des HyperX Cloud Alpha 2 Wireless ist aus unserer Sicht die Akkulaufzeit. Nicht weil es an anderen starken Eigenschaften mangelt, sondern weil die Laufzeit schlicht außergewöhnlich ist. Wir haben das Cloud Alpha 2 Wireless geschätzt rund 30 Stunden verwendet – teils per Bluetooth ohne PC, teils gleichzeitig mit Computer und Smartphone verbunden. Nach diesen 30 Stunden zeigte der Akku noch 82 Prozent. Der exakte Akkustand wird sowohl auf der Startseite von NGENUITY als auch auf dem Smartphone angezeigt. HyperX gibt 250 Stunden Laufzeit an, und wir sehen keinen Grund, warum dieser Wert unrealistisch sein sollte.

Im Vergleich mit anderen Herstellern lässt das Cloud Alpha 2 Wireless praktisch die gesamte Konkurrenz hinter sich. HyperX selbst besitzt weitere Modelle mit ähnlich guter oder sogar gleichwertiger Laufzeit. Unter anderen populären Herstellern kommt Razer mit dem BlackShark V3 Pro am ehesten heran. Dieses Modell erreicht 70 Stunden und liegt damit rund 180 Stunden hinter dem Cloud Alpha 2 Wireless.

Klang

  • Sehr guter In-Game-Klang
  • Auch für Musik mehr als ordentlich
  • Die präzisen EQ-Einstellungen erleichtern die Anpassung an den eigenen Geschmack
HyperX Cloud Alpha 2 Wireless an einem Baumstamm

Foto: © TheSoundlabs

Das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless besitzt drei voreingestellte EQ-Profile. Eines davon ist „Music“, das ab Werk mit einem vollständig flachen EQ ausgeliefert wird. Das ist schade, denn dadurch werden viele Käufer die Klangqualität mit Sicherheit deutlich schlechter einschätzen, als sie tatsächlich ist. Erst mit etwas EQ-Arbeit erwacht das Cloud Alpha 2 Wireless wirklich zum Leben. Musikinteressierte wissen, dass ein völlig neutraler, unbearbeiteter EQ schnell uninspiriert wirken kann – und beim Cloud Alpha 2 Wireless trifft das besonders zu. Unsere Klangbewertung bezieht sich deshalb auf eine angepasste EQ-Einstellung. Normalerweise bevorzugen wir Presets ab Werk, damit Leser unsere Einstellungen möglichst einfach reproduzieren können. Für diesen Test haben wir den EQ jedoch bewusst angepasst, um dem Headset eine faire Chance zu geben. Für alle Musiktitel wurde dieselbe Einstellung verwendet; weiter unten ist ein Screenshot davon zu sehen.

Beginnen wir zunächst mit dem Gaming-Modus. Hier hebt der EQ Höhen und obere Mitten stärker hervor als die tiefen Frequenzen. Das funktioniert in den meisten Spielen gut, besonders in FPS-Titeln, in denen Schritte wichtiger sind als möglichst wuchtige Explosionen. In Counter-Strike 2 waren die Schritte sämtlicher Gegner gut hörbar und ihre Positionen ließen sich ziemlich genau einschätzen. Fehlende Frags konnten definitiv nicht dem Headset angelastet werden. Für andere Spielgenres, die weniger ausgeprägte Höhen benötigen, lässt sich das Gaming-Profil ebenso wie das Musikprofil entsprechend anpassen.

EQ-Einstellung in der NGENUITY-Software

Mit dem oben gezeigten angepassten EQ beginnen wir unsere Musikanalyse wie gewohnt mit „15 Step“ von Radiohead. Schon das Intro ist komplex und klingt auf schwächeren Kopfhörern schnell wie ein einziges Durcheinander. Beim HyperX Cloud Alpha 2 Wireless passiert das nicht. Das Intro besitzt überraschend viel Körper, der Bass wirkt kräftig und satt, während die Claps klar abgegrenzt bleiben. Die Separation ist deutlich. In der Strophe klingt Thom Yorkes Stimme natürlich, auch wenn etwas Nuance fehlt. Die Gitarre fügt sich sauber mit dem Bass zusammen und die räumliche Breite ist bemerkenswert gut. Lediglich das Schlagzeug bleibt insgesamt etwas anonym.

Als zweiten Titel nutzen wir das bassbetonte „Wouldn’t Have It Any Other Way“ von The Streets. Besonders auffällig ist, wie klar Mike Skinners Stimme herauskommt. Sie sitzt genau richtig weit vorn im Klangbild. Das Klavier klingt gut, könnte aber etwas mehr Nuance vertragen. Die Snare, die in diesem Titel schnell zu scharf werden kann, bleibt auf der richtigen Seite der Grenze. Der Bass ist schwer und tief und entspricht genau dem, was hier erwartet wird. Insgesamt klingt der Song mit dem Cloud Alpha 2 Wireless gut, auch wenn über das gesamte Frequenzspektrum etwas zusätzliche Klarheit willkommen wäre.

Der letzte Testtitel ist „I’m Not The Only One“ von Sam Smith. Der Bass ist kräftig, wirkt allerdings nicht vollkommen natürlich und besitzt eine leicht künstliche Note. Sam Smiths Stimme klingt dagegen vollkommen makellos: tief und voll in den Strophen, weich im Refrain, auch der Hall wird sehr gut wiedergegeben. Die Streicher klingen grundsätzlich gut, verschwinden jedoch etwas hinter der Stimme. Das Schlagzeug funktioniert ebenfalls ordentlich. Besonders die Snare kommt sauber zur Geltung, während die Becken weniger präzise sind, als wir es uns wünschen würden. Auch die Kickdrum klingt gut, ihr fehlt aber etwas Definition. Insgesamt gefällt der Titel, die fehlende Luftigkeit ist jedoch hörbar.

Für Musik ist das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless nach etwas EQ-Arbeit klar brauchbar. Ein audiophiles Headset ist es nicht. Wer jedoch ein Modell sucht, das beim Gaming hervorragend funktioniert und gleichzeitig Musik ordentlich wiedergibt, kann das Cloud Alpha 2 Wireless bedenkenlos in Betracht ziehen.

Fazit

  • Preiswertes Premium-Headset
  • Hohe Qualität bis ins Detail
  • Ideal für alle, die viel Zeit am Computer verbringen
  • 250 Stunden Akkulaufzeit
  • Viele Anschlussmöglichkeiten
HyperX Cloud Alpha 2 Wireless auf einem Kopfhörerständer mit hellem Wohnzimmer im Hintergrund und „Soundlabs empfiehlt“-Emblem im Bild

Foto: © TheSoundlabs

„HyperX Cloud Alpha 2 Wireless – wenn die Profis selbst wählen dürften“ könnte fast ein Slogan sein. Viele, vielleicht sogar die meisten E-Sport-Profis greifen zu HyperX-Headsets, wenn sie nicht vertraglich an einen bestimmten Hersteller gebunden sind. Dafür gibt es gute Gründe: HyperX hat sich mit hohem Komfort, solider Verarbeitung und guter Klangqualität einen Namen gemacht. Das Cloud Alpha 2 Wireless bildet hier keine Ausnahme.

Als neues Flaggschiff von HyperX muss sich das Cloud Alpha 2 Wireless an hohen Erwartungen messen lassen. Der Preis liegt schließlich deutlich über 200 Euro. Aus unserer Sicht wird diese Preisklasse gerechtfertigt. Man bekommt alles, was man von HyperX erwartet, und noch einiges mehr. Besonders hervor stechen die enorme Akkulaufzeit von 250 Stunden, die doppelte kabellose Verbindung für PC und Smartphone, die Basisstation mit schnellem Zugriff auf häufig genutzte Gaming-Funktionen sowie die starke Klangqualität, die besonders im Spiel überzeugt, sich aber auch bei Musik nicht verstecken muss.

Wer das Budget für ein sehr gutes Gaming-Headset hat und ein Modell sucht, das alle Nutzer ansprechen sollte, macht alles richtig, wenn er das HyperX Cloud Alpha 2 Wireless in Betracht zieht. Nach mehr als einem Monat täglicher Nutzung sprechen wir eine klare Empfehlung aus.

Test veröffentlicht: April 2026

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