Von Christoffer Karlsson, zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2026
Foto: © TheSoundlabs

Mit einer großen Funktionsvielfalt und guter Klangqualität können die soundcore Liberty 5 Pro Max zu einem dauerhaften Begleiter werden – im Büro ebenso wie in der Freizeit.
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In einem Markt, der bis zum Rand mit unterschiedlichen Kopfhörern gefüllt ist, ist es ausgesprochen angenehm, wenn ein Hersteller wie Anker Innovations mit den soundcore Liberty 5 Pro Max tatsächlich etwas Neues auf den Tisch bringt. Selten war ich vor einer Testphase so gespannt wie bei diesen In-Ears.
Eine Einleitung zu einem Produkt wie den soundcore Liberty 5 Pro Max zu schreiben, müsste eigentlich besonders einfach sein. Eine solche Menge an Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten habe ich noch nie erlebt. Genau das macht die Aufgabe aber auch schwierig: Was hebt man in einem kurzen Einstieg überhaupt hervor? Die Sprachübertragung, die ihnen einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde eingebracht hat? Die neue AI-Transkriptionsfunktion im Ladecase? Oder Soundcores „HearID“ in Kombination mit Treibern, die kristallklaren Klang ganz nach dem eigenen Geschmack liefern können?
Wenn es nach mir geht: alles davon. Und trotzdem gibt es noch deutlich mehr. Als Gesamtpaket gehören die soundcore Liberty 5 Pro Max zu den besseren In-Ear-Kopfhörern, die ich bislang getestet habe. Was genau dahintersteckt, zeigt der restliche Test.
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Beim ersten Blick auf den Preis von rund 250 Euro werden sicherlich viele reagieren. Im Vergleich mit der Konkurrenz liegen die soundcore Liberty 5 Pro Max eindeutig im oberen Bereich. Der wichtigste Konkurrent dürfte der Apple AirPods Pro 3 sein, der zum Zeitpunkt unseres Tests bei 199,99 Euro liegt. Wer In-Ears in dieser Preisklasse kauft, schaut allerdings genau darauf, was für das Geld geboten wird – und hier vernichten die Liberty 5 Pro Max die Konkurrenz mehr oder weniger vollständig.
Die Zahl der tatsächlich nützlichen Funktionen ist bemerkenswert hoch. Die vollständige Übersicht folgt im Funktionsabschnitt.
Wer etwas weniger ausgeben möchte, kann zum günstigeren soundcore Liberty 5 Pro greifen. Die Ohrhörer und deren Funktionen sind identisch. Der Unterschied liegt im Ladecase, bei dem unter anderem die AI-Transkriptionsfunktion fehlt. Der soundcore Liberty 5 Pro kostet zum Zeitpunkt unseres Tests bei Amazon.de 179,99 Euro.
In einem eigenen Artikel vergleichen wir außerdem ausführlicher die Unterschiede zwischen soundcore Liberty 5 Pro Max und soundcore Liberty 5 Pro.
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Das Erste, was mir beim Herausnehmen des Ladecases aus der Verpackung auffällt, ist sein Gewicht. Hier trägt die Masse tatsächlich zum hochwertigen Eindruck bei. Auf der Waage kommen Case und Ohrhörer zusammen auf 85 Gramm. Das Ladecase ist mattschwarz und zieht keine Fingerabdrücke an. Auf der Oberseite sitzen USB-C-Anschluss, Mikrofon, ein kleiner Lautsprecher für „Face-to-Face Translation“ und eine Pairing-Taste. Wie bei mehreren anderen soundcore-In-Ears wird das Case durch Aufschieben geöffnet – wer Mobiltelefone aus den frühen 2000er-Jahren kennt, dürfte sich daran erinnert fühlen. Das Display ist ein vollfarbiges AMOLED-Panel mit 1,78 Zoll.
Die Verarbeitungsqualität der soundcore Liberty 5 Pro Max ist durchgehend hoch. Das Case wirkt schwer und solide, der Kunststoff ist dick genug, um einen hochwertigen Eindruck zu hinterlassen. Auch die Ohrhörer selbst bestehen größtenteils aus geformten Bauteilen und fühlen sich entsprechend robust an.
Die Form erinnert an eine größere Kidneybohne, die auf einem ergonomisch geformten In-Ear sitzt. Mit 25 × 13 × 25 mm wirken die Ohrhörer zunächst groß, doch die Konstruktion hat einen klaren Vorteil: Ein großer Teil des „Bohnen“-Elements liegt außerhalb der eigentlichen Ohrmuschel. Dadurch lässt sich für die meisten Nutzer eine gute Passform erreichen. Zusätzlich können sowohl die Wings, die sich an der oberen Ohrmuschel abstützen, als auch die Silikonaufsätze gewechselt werden. Die Wings gibt es in drei Größen, die Silikonaufsätze in fünf Größen von XXS bis L. Wer normalerweise Schwierigkeiten mit In-Ears hat, könnte mit den Liberty 5 Pro Max deshalb durchaus eine gute Abdichtung und Passform erreichen. Vor dem Kauf ist Ausprobieren trotzdem empfehlenswert. Jeder Ohrhörer wiegt 5,5 Gramm.
Bei genauerem Hinsehen befinden sich vier Mikrofone an jedem Ohrhörer. Sie sitzen oben und unten am äußeren „Bohnen“-Element, auf der Rückseite des inneren Ohrhörerteils sowie innen unter dem Wing. Auf der Außenseite befindet sich außerdem eine Touchfläche.
Die Ladekontakte folgen dem bekannten soundcore-Prinzip. Sie sitzen am unteren Teil des äußeren Elements und werden magnetisch an ihren Platz im Ladecase gezogen, sobald die Ohrhörer ungefähr richtig positioniert werden.
Im Inneren steckt viel Technik. Für Klanginteressierte besonders relevant sind die 9,2-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 10 Hz bis 40 kHz. Zusätzlich sitzt in jedem Ohrhörer ein Knochenschallsensor, der die Gesprächsqualität in lauten Umgebungen verbessern soll – und das funktioniert in der Praxis tatsächlich.
Die Ohrhörer sind nach IP55 geschützt. Damit sind sie staubgeschützt und halten Strahlwasser aus einer Düse stand. Im Alltag können sie damit praktisch jeder üblichen Feuchtigkeit ausgesetzt werden, solange man nicht mit ihnen baden geht oder sie mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet.
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Bei der Gesprächsqualität werden die soundcore Liberty 5 Pro Max wirklich beeindruckend. Sie sind sogar so gut, dass sie im Guinness-Buch der Rekorde mit „Highest speech quality score (G-MOS) for TWS earbuds (objective test)“ geführt werden. Praktisch bedeutet das, dass sie bei sämtlichen Tests zur Gesprächsqualität die höchste Punktzahl erreicht haben. Nach unserer Erfahrung ist das kein bloßes Marketingversprechen: Die Sprachübertragung ist wirklich so gut – in jeder Umgebung.
Selbst in unserer lautesten Testumgebung bleibt Sprache verständlich, ohne dass der Umgebungslärm in das Gespräch durchschlägt. Bei extremen 103 dB wird die Stimme zwar hörbar verfremdet, die Verständlichkeit bleibt aber erhalten. Auch beim Laufen oder Radfahren, wenn Wind normalerweise schnell zum Problem wird, klingen die Liberty 5 Pro Max genauso gut wie zu Hause am Küchentisch. Das ist enorm beeindruckend!
Wer in einer Umgebung flüstern muss, profitiert ebenfalls von den Knochenschallsensoren. Sie erkennen, wenn gesprochen wird, und helfen dabei, selbst sehr leise Sprache aufzunehmen.
Auch wenn die Mikrofone insgesamt gut arbeiten, beeindruckt ihre Klangqualität nicht. Für alle Arten von Gesprächen reicht sie klar aus, mehr aber auch nicht.
Das aktive Noise Cancelling gehört zur absoluten Spitzenklasse und zu den besten Lösungen, die wir getestet haben. Laut soundcore kann der Thus™-AI-Chip Umgebungsgeräusche mehr als 384.000-mal pro Sekunde erfassen, um die meisten unerwünschten Geräusche über das gesamte Frequenzspektrum zu entfernen. Das ANC beeinflusst die Klangqualität etwas, allerdings nicht dramatisch. Wer auch mit aktiviertem ANC die bestmögliche Klangqualität sucht, sollte deshalb weitersuchen.
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Eine Stunde Zeit? Ungefähr so lange könnte man brauchen, um wirklich jede Funktion der soundcore Liberty 5 Pro Max ausführlich durchzugehen. Ich versuche deshalb, möglichst alles anzureißen, ohne jedes Detail auszubreiten – auch wenn dieser Abschnitt etwas länger als üblich wird.
Bei den Ohrhörern selbst ist vor allem die Touchsteuerung interessant. Die Touchfläche sitzt außen auf dem „Bohnen“-Element und unterstützt nicht nur Tippen, sondern auch Wischgesten nach oben und unten. Wischen steuert die Lautstärke, während Tippen in der App konfiguriert werden kann. Für jeden Ohrhörer lassen sich Einfach-, Doppel-, Dreifach- und langer Druck belegen. Zur Auswahl stehen Lautstärke hoch/runter, nächster/vorheriger Titel, Wiedergabe/Pause, Anka Voice Assistant, System Voice Assistant, AI Translation sowie die Steuerung der Umgebungsmodi Noise Cancellation, Adaptive, Normal und Transparency.
Die Touchfläche reagiert schnell. Besonders die Wischgesten funktionieren sehr gut. Trotzdem würde ich wie so oft physische Tasten bevorzugen.
Das Ladecase bietet mit seinem 1,78-Zoll-Touchdisplay einen Großteil der Funktionen aus der soundcore-App und teilweise sogar mehr. Auf dem Startbildschirm werden zunächst die Akkustände von Case und beiden Ohrhörern angezeigt.
Die erste Einstellung im Case-Menü heißt „Ambient Sound“. Hier lässt sich zwischen aktivem Noise Cancelling, Transparenzmodus und adaptivem Noise Cancelling wählen.
Als Nächstes folgt „Dolby Audio“, also Dolbys Variante von räumlichem Klang. Zur Auswahl stehen „Head Tracking“ und „Fixed“. Beim Gaming oder bei Filmen kann das einen gewissen Mehrwert bieten, für normale Musikwiedergabe sehen wir dagegen wenig Nutzen.
„Face-to-Face Translation“ erwies sich als überraschend gute Funktion, sobald klar war, wie sie gedacht ist. Eine Person hält und spricht in das Ladecase, die andere nutzt das Smartphone. Die Unterhaltung wird auf beiden Geräten angezeigt und wiedergegeben – dafür ist der Lautsprecher im Ladecase unter anderem gedacht. Auf Reisen kann das sehr nützlich sein, wenn längere Gespräche mit Menschen geführt werden sollen, deren Sprache man nicht beherrscht. Aus irgendeinem Grund lässt sich Schwedisch direkt am Ladecase nicht als Sprache auswählen, in der App funktioniert es dagegen problemlos.
„AI Note-Taker“ ist im Kern ein Diktiergerät für Meetings und andere Gespräche, die anschließend transkribiert werden sollen. Erst nach Ende der Aufnahme wird die Audiodatei vom Case auf das Smartphone übertragen und dort transkribiert. Zusätzlich gibt es eine „intelligente Zusammenfassung“. In meinen Tests war die Transkription zu 96 Prozent korrekt. Die intelligente Zusammenfassung interpretierte falsch erkannte Wörter aus dem Kontext richtig und lieferte dadurch ein makelloses Ergebnis.
Wer das Ladecase persönlicher gestalten möchte, kann über „Wallpaper“ ein eigenes Hintergrundbild auswählen. Das Bild wird in der soundcore-App gewählt und anschließend auf das Case übertragen.
„Music Control“ erklärt sich weitgehend selbst. Hier lassen sich Wiedergabe, Pause, Titelwechsel und Lautstärke steuern. Außerdem zeigt das Display die aktuell wiedergegebene Medienquelle an.
„AI Sound Enhancement“ versucht mithilfe von AI die Klangqualität des gerade wiedergegebenen Materials zu verbessern. Eines meiner Lieblingsalben wurde vor einigen Jahren aus unerfindlichen Gründen mit eher schwacher Klangqualität veröffentlicht und eignete sich deshalb gut für diesen Test. Die Funktion konnte die Wiedergabe deutlich verbessern. Geübte Ohren dürften allerdings wahrnehmen, dass das Ergebnis etwas künstlich wirken kann; insbesondere die Höhen werden teilweise zu scharf. Das lässt sich wiederum per EQ korrigieren. Für ältere oder schlecht produzierte Aufnahmen kann die Funktion trotzdem sehr nützlich sein.
Unter „Sound Effects“ stehen sechs EQ-Varianten zur Verfügung. Dazu gehört „Exclusive Sound Effects“, eine Abstimmung, die über Soundcores HearID erstellt wird. Auf HearID gehe ich im Klangabschnitt genauer ein.
Unter „Multi-Device Connection“ lässt sich sehen, welche Geräte verbunden sind. Dort können Verbindungen gewechselt oder neue Kopplungen gestartet werden.
„Remote Camera“ funktioniert als Fernauslöser für die Smartphone-Kamera. Das ist eher eine kleine Zusatzfunktion, kann aber praktischer sein als der Selbstauslöser des Telefons.
Die letzte Funktion, die direkt im Ladecase aktiviert werden kann, ist „Easy Chat“. Eine weitere nützliche Funktion: Sobald man zu sprechen beginnt, reduziert sie automatisch die Wiedergabelautstärke und aktiviert den Transparenzmodus. Fünf Sekunden nach Ende des Gesprächs steigt die Lautstärke wieder auf das vorherige Niveau.
Die einzige Funktion, die ausschließlich in der App aktiviert werden kann, ist „Smart Voice Control“. Sie funktioniert wie ein klassischer Sprachassistent und wird mit „Hey Anka“ gefolgt von einem Sprachbefehl gestartet. Damit lassen sich Wiedergabe, Anrufe und Umgebungsmodus steuern. Smart Voice Control unterstützt Englisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch. Mit aktiviertem Sprachassistenten sinkt die Akkulaufzeit deutlich.
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soundcore gibt mit aktiviertem ANC 6,5 Stunden Laufzeit für die Ohrhörer und insgesamt 28 Stunden inklusive Ladecase an. Nach meiner Erfahrung während des Testzeitraums passen diese Angaben gut zur tatsächlich erreichten Laufzeit.
Im Vergleich mit der Konkurrenz fallen die Werte weder besonders positiv noch negativ auf. Sie entsprechen ziemlich genau dem, was man heute von TWS-In-Ears dieser Klasse erwarten kann. Einige Zusatzfunktionen erhöhen den Energieverbrauch allerdings spürbar.
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Die soundcore Liberty 5 Pro Max klingen gut, daran besteht kein Zweifel. Sie gehören sogar zu den besten In-Ear-Kopfhörern, die ich bislang für TheSoundlabs getestet habe. Der Großteil meiner Kritik ließe sich vermutlich zumindest teilweise mit noch mehr EQ-Arbeit ausräumen. Damit die Ergebnisse für Leser möglichst leicht vergleichbar bleiben, nutze ich für die Bewertung allerdings die Abstimmung, die HearID für mich erstellt hat.
HearID ist eine Funktion in der soundcore-App, mit der anhand des persönlichen Geschmacks eine passende Abstimmung erstellt wird. Zunächst wählt man ein Genre wie Rock, Pop oder Classical. Danach wird eine kurze Audioschleife abgespielt und man entscheidet sich jeweils zwischen zwei Klangvarianten. Nach sieben Schritten entsteht ein auf die eigenen Vorlieben abgestimmtes Profil. Ich mag diese Funktion sehr und nutze sie selbst gern. Schade ist lediglich, dass sich der von HearID erzeugte EQ anschließend nicht manuell feinjustieren lässt. Bei früheren Liberty-Modellen war das möglich. Hoffentlich kehrt diese Option mit einem späteren Update zurück.
Wenn ich einen konkreten Kritikpunkt am Klang nennen müsste, wären es die Höhen. Sie wirken teilweise etwas scharf und es fehlt etwas Resonanz. Die übrigen Frequenzbereiche sind klar und ausreichend gut voneinander getrennt, sodass die Wiedergabe unterhaltsam wirkt; gerade Separation und Tiefe sind bei In-Ears schwer zu erreichen.
Der erste Testtitel ist „15 Step“ von Radiohead. Der Bass im Intro klingt tief und druckvoll und entspricht ziemlich genau dem, was hier erwartet wird. Auch der E-Bass wirkt gut ausbalanciert und relativ korrekt. Besonders positiv fällt bereits hier das Mitteltonregister auf. Thom Yorkes Stimme kommt mit guter Tiefe und Präsenz zur Geltung. Kritik gibt es erneut bei den Höhen, die etwas scharf und teilweise zu zurückgenommen wirken. Clap-Sounds und Teile des oberen Frequenzbereichs verschwinden gelegentlich hinter den übrigen Registern.
Als Nächstes folgt „Wouldn’t Have It Any Other Way“ von The Streets. Der Bass balanciert hier auf Messers Schneide kurz vor zu viel Dröhnen, klingt aber trotzdem gut und wird garantiert bei vielen Hörern gut ankommen, die nicht unbedingt immer einen möglichst natürlichen Bass suchen. Das Klavier, das bei vielen Kopfhörern eher zu weit hinten steht, rückt hier fast zu stark nach vorn und wirkt teilweise präsenter als die Stimme. Diese Gewichtung ist mir allerdings lieber als ein zu weit zurückgenommenes Klavier. Insgesamt klingt der Mitteltonbereich sehr stark und nähert sich für In-Ears fast Referenzniveau. Auch die Höhen behaupten sich ordentlich; Snare und Triangel sind klar hörbar, etwas von der Resonanz teurerer Kopfhörer fehlt jedoch.
Der letzte Titel ist „I’m Not The One One“ von Sam Smith. Hier zeigt das Mitteltonregister besonders eindrucksvoll, was es kann. Sams Stimme und das Klavier klingen sehr gut. Wenn die Streicher einsetzen, fällt es schwer, nicht dahinzuschmelzen. Auch der Bass überzeugt: Kickdrum und E-Bass besitzen Tiefe und Fülle, wirken dabei aber natürlicher als bei vielen anderen In-Ears. Erst bei den Höhen gibt es wieder etwas zu kritisieren. Der Snare fehlt etwas Resonanz, den Becken etwas Feinzeichnung. Insgesamt liefern die Liberty 5 Pro Max bei diesem Titel ihre stärkste Vorstellung.
Genug der Detailanalyse. Die meisten Leser möchten vor allem wissen, ob die soundcore Liberty 5 Pro Max gut klingen – und das tun sie eindeutig. Klanglich liegen sie in der Mittelklasse, dabei deutlich näher an Premium als am Einstiegssegment. Wer guten Klang sucht und sich selbst nicht als enorm anspruchsvoll einstuft, wird die Liberty 5 Pro Max mit Sicherheit zu schätzen wissen.
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Dieser Test gehört zu meinen umfangreicheren – und das ist kaum überraschend. Ich hatte noch nie In-Ears vor mir, die in Kombination mit einem derart intuitiven Ladecase mehr Funktionen bieten als diese.
Die soundcore Liberty 5 Pro Max richten sich vor allem an Nutzer, die gute Klangqualität mit wirklich nützlichen Zusatzfunktionen kombinieren möchten. Wer beispielsweise regelmäßig Meetings aufzeichnen und anschließend transkribieren und zusammenfassen lassen möchte, für den sind die Liberty 5 Pro Max eine absolut perfekte Wahl.
Auch „Face-to-Face Translation“ kann enorm nützlich sein. Wer viel unterwegs ist, kann die Funktion absolut gebrauchen; sie ist nicht nur eine weitere Spielerei. Eine Person nutzt das Smartphone, die andere das Ladecase, und beide sprechen jeweils in ihr Gerät, um anschließend die Übersetzung zu erhalten.
Die Klangqualität ist fast gut genug, um den Kauf allein zu rechtfertigen. Wer jedoch hauptsächlich möglichst guten Klang sucht und die Zusatzfunktionen des Ladecases nicht verwenden würde, ist mit dem soundcore Liberty 5 Pro wahrscheinlich besser beraten. Die Ohrhörer selbst sind identisch mit denen der Pro-Max-Version; lediglich das Ladecase unterscheidet sich. Bei TheSoundlabs haben wir deshalb zusätzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem wir soundcore Liberty 5 Pro und soundcore Liberty 5 Pro Max direkt vergleichen.
Die soundcore Liberty 5 Pro Max erhalten von mir eine klare Empfehlung. Der Preis wirkt zunächst hoch, doch wer die Funktionen des Ladecases sinnvoll einsetzen kann, bekommt hier ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für alle anderen gibt es, wie gesagt, auch den günstigeren soundcore Liberty 5 Pro.
Test veröffentlicht: Juni 2026
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