In einigen der ausführlichsten Tests Deutschlands präsentieren wir …

Sudio F5 PRO im Test

„PRO“ bei Verarbeitungsgefühl, Lautstärke und Druck – nicht bei der Klangqualität

Von TheSoundlabs, zuletzt aktualisiert am 23. April 2026

Schwarzer Sudio F5 PRO auf einem mit grünem Moos bedeckten Stein

Foto: © TheSoundlabs

Sudio F5 PRO
Sudio F5 PRO
2,9/5

Gute Verarbeitungsqualität und attraktives Design reichen ein Stück weit, doch um die Konkurrenz wirklich zu schlagen, müsste der Preis niedriger ausfallen.

Klangqualität 2,2/5
Mobilität 3,3/5
Verarbeitungsqualität 4,2/5
Funktionen 2,4/5
Preis-Leistungs-Verhältnis 2,4/5

Vorteile

  • Attraktives Design auf Augenhöhe mit größeren Herstellern
  • Solide Konstruktion, die Stöße und Feuchtigkeit verträgt
  • Gute Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden
  • Sudio ist für viel Bass bekannt – der F5 PRO bildet keine Ausnahme
  • Als portabler Party-Lautsprecher macht er eine ordentliche Figur

Nachteile

  • Die Klangqualität lässt deutlich zu wünschen übrig
  • Ein Tragegriff wäre wünschenswert

Einleitung

Schwarzer Sudio F5 PRO an einem Baumstamm mit der Rückseite zur Kamera, sodass fünf Tasten und ein USB-C-Ladeanschluss zu sehen sind

Foto: © TheSoundlabs

Bisher hatten wir die Gelegenheit, sowohl Over-Ear- als auch In-Ear-Kopfhörer aus Sudios Sortiment zu testen. Beim Over-Ear-Modell K2 Pro sorgten das attraktive Äußere und die solide Verarbeitung zunächst dafür, dass wir eine deutlich bessere Klangqualität erwartet hatten. Beim In-Ear-Modell N3 Pro war es beinahe genau umgekehrt: Hier hinterließ der Klang den besten Eindruck, während das Gehäuse vergleichsweise kunststofflastig und günstig wirkte.

Als wir uns nun den Bluetooth-Lautsprecher F5 PRO vorgenommen haben, waren wir entsprechend gespannt, ob auch er in eine dieser beiden Kategorien fallen würde – oder ob das Gesamtpaket überzeugender ausfällt.

Preis

  • Mit einem regulären Preis von rund 90 Euro bewegt sich der F5 PRO in einem Segment mit viel Konkurrenz
  • 10 Prozent Rabatt auf die erste Bestellung bei Anmeldung zum Sudio-Newsletter

Der Sudio F5 PRO kam Mitte Mai 2025 für rund 90 Euro auf den Markt. Während einzelner Aktionen wurde er bereits für etwa 55 Euro verkauft – ein überraschend großer Preisrückgang für ein noch relativ neues Produkt. Preisbewusste Käufer sollten entsprechende Angebote deshalb im Auge behalten.

In diesem Preisbereich gibt es zahlreiche Konkurrenten mit sehr guten Lautsprechern. Der wichtigste Gegner dürfte aktuell der JBL Flip 7 sein, dessen bekannte Bauform Sudio offenbar deutlich inspiriert hat. Der Flip 7 kostet zum Zeitpunkt unseres Tests ebenfalls knapp 90 Euro und liegt damit sehr nahe am F5 PRO. JBL gehört regelmäßig zu den Testsiegern und baut ausgesprochen gute Bluetooth-Lautsprecher. Wenn Sudio hier mithalten möchte, liegt die Messlatte entsprechend hoch.

Design

  • Sehr attraktives und solides Design
  • Hält starkem Regen stand
  • Zu 20 Prozent aus recyceltem Kunststoff gefertigt

Video: © TheSoundlabs

Wie bereits erwähnt, hat sich Sudio beim F5 PRO offenbar stark von JBL inspirieren lassen – einer Marke, die bei portablen Lautsprechern längst als eine Art Referenz gilt. Wäre nicht das mattschwarze Sudio-Logo auf der Vorderseite, könnte man den F5 PRO auf den ersten Blick durchaus für einen JBL-Lautsprecher halten. Das ist als Kompliment gemeint, denn JBL ist auch für seine hohe Verarbeitungsqualität bekannt. Der zylindrische Lautsprecher ist mit einem robusten Stoffmaterial ummantelt, das den Schall durchlässt. An beiden Enden sitzt jeweils ein stoßdämpfender Gummiring mit drei Erhöhungen, die gleichzeitig als Füße dienen. Umweltbewusste Nutzer werden sich sicher darüber freuen, dass der Lautsprecher zu 20 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht – ein Anteil, den Sudio künftig weiter erhöhen möchte.

Wie der interne Aufbau genau aussieht, ist nicht vollständig dokumentiert. Bekannt ist, dass zwei 57-mm-Treiber mit jeweils maximal 15 Watt Ausgangsleistung verbaut sind. Diese übernehmen das gesamte Frequenzspektrum; separate Treiber für einzelne Bereiche gibt es also nicht. An beiden Enden sitzen außerdem passive Radiatoren, die die Basswiedergabe unterstützen – auch das erinnert an JBL.

Auf Sudios Produktbildern wird der Lautsprecher überwiegend stehend gezeigt. Auch die stoßdämpfenden, gummierten Füße sprechen dafür. Während unseres Tests klang der F5 PRO in dieser Position tatsächlich am besten, auch wenn eine liegende Aufstellung fast genauso gut funktioniert. Draußen in der Natur, wo der Untergrund nicht immer vollkommen eben ist, kann die stehende Position außerdem praktischer sein.

Die Abmessungen werden mit 204,5 × 100,5 cm angegeben, das Gewicht beträgt 680 Gramm. Auch das liegt nahe am JBL Flip 7, der mit 210 × 110 cm angegeben wird und 565 Gramm wiegt.

Der Lautsprecher ist außerdem wasserbeständig und nach IPX5 klassifiziert. Damit hält er Strahlwasser aus. Starkregen und auch eine Dusche sollten für den F5 PRO entsprechend kein Problem darstellen.

Der F5 PRO ist in drei Farben erhältlich: Weiß, Schwarz und Marineblau.

Beim Design ist unser Urteil durchweg positiv. Der Lautsprecher wirkt sogar geradezu luxuriös. Vermisst haben wir lediglich einen Tragegurt oder zumindest die Möglichkeit, einen solchen zu befestigen.

Funktionen

  • Grundlegende Funktionen für den Alltag
  • 30 Stunden Akkulaufzeit
Schwarzer Sudio F5 PRO auf einer blauen Metallbank mit der Rückseite zur Kamera, sodass fünf Tasten und ein USB-C-Ladeanschluss zu sehen sind

Foto: © TheSoundlabs

Auf der Rückseite befindet sich ein gummiertes Bedienfeld mit fünf Tasten. Sie steuern Ein/Aus, Lautstärke verringern beziehungsweise vorheriger Titel, Wiedergabe/Pause, Lautstärke erhöhen beziehungsweise nächster Titel sowie eine weitere Taste, deren Funktion im Handbuch nicht näher erklärt wird. Das Symbol deutet allerdings darauf hin, dass sie für die Kopplung mit neuen Geräten gedacht ist.

Neben den Tasten sitzt ein USB-C-Anschluss ohne Schutzklappe. Das lässt uns daran zweifeln, dass die IPX5-Klassifizierung vollständig verlässlich ist. Es wirkt höchst fraglich, dass der Lautsprecher direkten Wasserkontakt am Ladeanschluss verkraften würde.

Zum Lieferumfang gehört ein USB-C-auf-USB-A-Kabel zum Laden des Lautsprechers. Als Powerbank für andere Geräte lässt sich der F5 PRO nicht verwenden.

Ansonsten gibt es nicht besonders viele Funktionen. Multipoint wird nicht unterstützt, und auch ein Equalizer fehlt. Als Codec steht SBC zur Verfügung.

Die angegebene Akkulaufzeit beträgt bis zu 30 Stunden. Nach unseren Tests über die Weihnachtsfeiertage, bei denen der Lautsprecher während intensiver Hitster-Runden häufig im Einsatz war, erscheint dieser Wert durchaus realistisch.

Klang

  • Sehr viel Bass für alle, die genau das suchen
  • Hervorragend für den Alltag, für Klangenthusiasten weniger geeignet
Schwarzer Sudio F5 PRO auf einem alten Zaun mit gepflügtem Feld im Hintergrund

Foto: © TheSoundlabs

Erst beim Klang wird deutlich, dass der F5 PRO seinem „Geschwistermodell“ K2 Pro näher steht als dem N3 Pro. Das hochwertige Äußere spiegelt sich leider nicht in der Klangqualität wider – sie ist klar enttäuschend.

Schon beim Start von „Chained“ von The xx wird deutlich, dass der Bass sehr viel Raum einnimmt und die übrigen Frequenzbereiche überdeckt. Die Stimmen von Romy Madley Croft und Oliver Sim können sich nur schwer durchsetzen, wirken stark zurückgenommen und besitzen wenig Kontur. Wirklich überzeugen kann hier nur der Bass: Er spielt kräftig und klingt für einen Bluetooth-Lautsprecher grundsätzlich ordentlich. Je weiter man sich vom Tieftonbereich entfernt, desto schwächer wird das Ergebnis. Die Höhen sind nahezu vollständig verschwunden.

Um die tieferen Frequenzen genauer zu prüfen, folgt „bad guy“ von Billie Eilish. Auch hier spielt der Bass kräftig und klingt keineswegs völlig schlecht, allerdings fehlt es ihm an Definition und sauberer Rundung – eher entsteht ein kräftiges Dröhnen. Billie Eilishs Stimme klingt trüb, völlig ohne Nuancen oder Kontur und sehr weit hinten im Mix, weil der Bass den gesamten Raum einnimmt. Ich ertappe mich dabei, mich zum Lautsprecher vorzubeugen, um die Becken überhaupt klar herauszuhören. Sie sind vorhanden, werden aber deutlich vom Bass überlagert.

Ein weiterer Favorit in unseren Klangtests ist „I’m Not The Only One“ von Sam Smith. Der Titel eignet sich sehr gut, um Defizite bei Definition und Akustik offenzulegen. Auch hier bestätigt sich, dass der Bass beim F5 PRO zu viel Raum bekommt. Sam Smiths Stimme wirkt flach und sitzt deutlich weiter hinten als der Tiefton. Die Streicher, die im Refrain normalerweise viel Raum erhalten, sind nur schwer herauszuhören. Gleiches gilt für die Becken.

Im Vergleich mit dem bereits erwähnten JBL Flip 7 ist der Unterschied deutlich. Das ist schade, insbesondere weil die Preise beider Modelle sehr ähnlich sind.

Fazit

  • Verarbeitung auf einem Niveau mit deutlich größeren Konkurrenten
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr viel Bass
  • Klanglich schwächer als mehrere Konkurrenten
Schwarzer Sudio F5 PRO auf einem Baumstumpf, umgeben von grünem Moos und Herbstlaub, mit sonniger Landschaft im Hintergrund

Foto: © TheSoundlabs

Sudio setzt stark auf Bass – das ist spätestens nach drei getesteten Produkten der Marke deutlich. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich das nachvollziehen. Es gibt viele Käufer, für die kräftiger Bass beim Kauf eines Audioprodukts mehr oder weniger das einzige Kriterium ist. Wer genau das bei einem leichten und unkomplizierten Bluetooth-Lautsprecher sucht, für den kann der F5 PRO absolut eine gute Alternative sein.

Der F5 PRO sieht sehr gut aus, ist solide gebaut und liefert viel Bass. Das wird für die meisten portablen Partys oder Hitster-Runden problemlos ausreichen. Die Klangqualität ist nicht so schwach, dass sie bei Feiern und Zusammenkünften sofort negativ auffällt oder jemand die Wahl des Lautsprechers infrage stellen würde. Für eine gezielte Hörsession, bei der man Freunden einen neu entdeckten Song möglichst gut präsentieren möchte, gibt es allerdings deutlich bessere Alternativen.

Es lohnt sich, nach Angeboten Ausschau zu halten. Wir haben bereits Preisnachlässe auf knapp 55 Euro gesehen. Wer direkt über Sudios eigenen Onlineshop bestellt, erhält außerdem 10 Prozent Rabatt auf die erste Bestellung, wenn man sich für den Newsletter anmeldet.

Test veröffentlicht: Januar 2026

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