AirPods 5 vs. AirPods 4 – Unterschiede, neue Funktionen und Upgrades

Veröffentlicht: 2026-10-07

Apple AirPods 5 sind da – doch wie viel hat sich seit den AirPods 4 tatsächlich verändert? Wir vergleichen die verschiedenen Generationen und gehen die Unterschiede bei Klang, Geräuschunterdrückung, Akkulaufzeit, Funktionen und Preis durch.

Illustration eines Vergleichs zwischen Apple AirPods 5 und AirPods 4

AirPods 5 in Kürze

Mit den AirPods 5 entwickelt Apple seine klassischen Semi-In-Ear-Kopfhörer weiter, ohne das Grundkonzept besonders stark zu verändern. Die Form ist von den AirPods 4 bekannt und auch der H2-Chip bleibt erhalten, doch in mehreren anderen Punkten hat Apple spürbare Änderungen vorgenommen.

Die vielleicht wichtigste ist, dass aktive Geräuschunterdrückung nicht mehr nur der teureren Spezialversion vorbehalten ist. Beide Varianten der AirPods 5 verfügen über ANC sowie adaptives Audio, Transparenzmodus und Konversationserkennung.

Apple hat außerdem die akustische Architektur überarbeitet, den adaptiven EQ verbessert und die Wasserbeständigkeit von IP54 auf IP57 erhöht. Laut Apple können die AirPods 5 bis zu 50 Prozent mehr Umgebungsgeräusche reduzieren als die AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung.

Gleichzeitig hat Apple den Einführungspreis gesenkt. Die AirPods 5 kosten 146,90 Euro, während das Modell mit kabellosem Ladecase 165,90 Euro kostet.

AirPods 5 vs. AirPods 4 – die größten Unterschiede

Design, Komfort und Widerstandsfähigkeit

Äußerlich wirkt der Generationswechsel deutlich weniger dramatisch als damals, als die AirPods 4 die AirPods 3 ersetzten. Die AirPods 5 behalten das gleiche Semi-In-Ear-Prinzip ohne Silikonaufsätze bei, und die Abmessungen sind tatsächlich identisch: Jeder Ohrhörer ist 30,2 Millimeter hoch und wiegt 4,3 Gramm.

Die große Veränderung liegt daher nicht im eigentlichen Design, sondern in der Konstruktion und Widerstandsfähigkeit. Die AirPods 4 und ihr Ladecase sind nach IP54 zertifiziert, während die AirPods 5 den Schutz auf IP57 erhöhen. Das bedeutet einen besseren Schutz vor Flüssigkeit.

Für alle, die ihre AirPods beim Training, auf Spaziergängen oder bei wechselhaftem Wetter verwenden, ist das eine praktische Verbesserung. Eine völlig andere Passform sollte man beim Wechsel von der Vierer- auf die Fünfergeneration allerdings nicht erwarten.

Klangqualität und Geräuschunterdrückung (ANC)

Illustration der Klangkammer der Apple AirPods 5
Bildquelle: Apple

Hier finden wir die wichtigste technische Veränderung.

Die AirPods 5 verfügen über eine neue akustische Architektur mit mehreren Kanälen und die neueste Generation des adaptiven EQ. Apple beschreibt das Ergebnis als volleren und detailreicheren Klang, während die Konstruktion zugleich zur Verbesserung der Geräuschunterdrückung genutzt wird.

Beide AirPods-5-Modelle verfügen außerdem über aktive Geräuschunterdrückung. Bei den AirPods 4 war ANC nur in der teureren Version verfügbar.

Im direkten Vergleich mit den AirPods 4 mit ANC gibt Apple an, dass die AirPods 5 bis zu 50 Prozent mehr Umgebungsgeräusche beziehungsweise bis zu 1,5-mal mehr reduzieren können. Auch der Transparenzmodus wurde angepasst, um die Umgebung natürlicher wiederzugeben.

Erwähnenswert ist, dass sowohl die AirPods 4 als auch die AirPods 5 Apples H2-Chip verwenden. Die Verbesserungen beruhen also nicht auf einem Generationswechsel zu einem neuen Chip, sondern auf der überarbeiteten Akustik und Apples aktualisierten Algorithmen für Klang und Geräuschunterdrückung.

Intelligente Funktionen und Verbindung

Illustration der Wischgesten auf den Apple AirPods 5
Bildquelle: Apple

Auf der Softwareseite sind die Unterschiede geringer, als man zunächst vermuten könnte.

Die AirPods 4 mit ANC verfügten bereits über Funktionen wie adaptives Audio, Transparenzmodus und Konversationserkennung. Auch H2-Chip, Bluetooth 5.3, Stimmisolation und Siri-Interaktionen gibt es bei beiden Generationen.

Bei den AirPods 5 werden die erweiterten Geräuschfunktionen dagegen zum Standard, da ANC nun in beiden Modellen enthalten ist.

Eine weitere konkrete Neuerung gibt es bei den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase. Dieses Modell verfügt über einen Drucksensor mit Lautstärkeregelung, sodass du am Stiel nach oben oder unten wischen kannst, um die Lautstärke direkt an den Ohrhörern zu ändern.

Wichtig ist allerdings, neue Softwarefunktionen nicht mit neuen Funktionen der AirPods 5 zu verwechseln. So wurden mehrere Funktionen per Softwareupdate auch den AirPods 4 hinzugefügt und sind daher für sich genommen kein Grund für ein Upgrade.

Akkulaufzeit und Laden

Die Akkulaufzeit hängt davon ab, für welche AirPods-5-Version du dich entscheidest.

Die normalen AirPods 5 bieten bis zu vier Stunden Wiedergabe mit aktiviertem ANC und zusammen mit dem Ladecase bis zu 20 Stunden. Das entspricht dem Niveau der AirPods 4 mit ANC.

Die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase steigern die Werte dagegen auf bis zu fünf Stunden mit einer Ladung und insgesamt bis zu 22 Stunden bei aktiviertem ANC.

Beide AirPods-5-Versionen können über USB-C geladen werden. Das teurere Modell lässt sich außerdem kabellos mit einem Qi- oder Apple-Watch-Ladegerät laden und verfügt über einen integrierten Lautsprecher, der das Auffinden des Ladecases über „Wo ist?“ erleichtert.

Das ähnelt der Lösung bei den AirPods 4 mit ANC, deren Ladecase ebenfalls USB-C-, Qi- und Apple-Watch-Laden unterstützt und einen integrierten Lautsprecher besitzt.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Preisgestaltung ist eine der interessanteren Änderungen.

Bei der Markteinführung kostete die Standardversion der AirPods 4 149 Euro, während die AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung 199 Euro kosteten.

Die AirPods 5 starten stattdessen bei 146,90 Euro, wobei ANC bereits im Basismodell enthalten ist. Die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase kosten 165,90 Euro.

Damit liegt der Einführungspreis der normalen AirPods 5 2,10 Euro unter dem der AirPods 4 – obwohl die fünfte Generation aktive Geräuschunterdrückung bietet. Die besser ausgestattete AirPods-5-Version startet außerdem 33,10 Euro günstiger als seinerzeit die AirPods 4 mit ANC.

Ältere AirPods 4 können bei Händlern natürlich deutlich günstiger werden, nachdem sie ersetzt wurden. Bei einem größeren Rabatt kann die vierte Generation daher weiterhin ein interessanter Kauf sein, doch gemessen an Apples regulären Einführungspreisen bieten die AirPods 5 deutlich mehr fürs Geld.

Welche AirPods-5-Version solltest du wählen?

Apple hat die Wahl etwas komplizierter gemacht, als die Modellnamen vermuten lassen, denn der Unterschied zwischen den AirPods 5 und den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase betrifft nicht nur die Art, wie das Case geladen wird.

Die normalen AirPods 5 für 146,90 Euro verfügen über ANC, adaptives Audio und Transparenzmodus, das Ladecase lässt sich jedoch nur über USB-C laden. Die Ohrhörer schaffen mit aktiviertem ANC bis zu vier Stunden.

Für 165,90 Euro bekommst du zusätzlich kabelloses Laden per Qi und Apple Watch, einen Lautsprecher für „Wo ist?“, Lautstärkeregelung direkt an den Stielen der Ohrhörer sowie bis zu fünf Stunden Akkulaufzeit mit ANC und 22 Stunden zusammen mit dem Ladecase.

Bei einem Preisunterschied von nur 19 Euro ist das Modell mit kabellosem Ladecase daher das vollständigere der beiden. Das Basismodell ist vor allem für alle interessant, die möglichst günstig davonkommen möchten.

Lohnt sich ein Upgrade von den AirPods 4?

Das hängt vor allem davon ab, welche AirPods-4-Version du heute verwendest.

Wenn du die normalen AirPods 4 ohne ANC hast, ist der Schritt zu den AirPods 5 recht groß. Du bekommst aktive Geräuschunterdrückung, adaptives Audio, Transparenzmodus, bessere Widerstandsfähigkeit und die neue akustische Konstruktion, während der Einstiegspreis tatsächlich niedriger geworden ist.

Wenn du dagegen AirPods 4 mit ANC hast, ist das Upgrade weniger eindeutig. H2-Chip und Bluetooth 5.3 sind identisch, das Basismodell bietet mit ANC die gleiche Akkulaufzeit, und viele der intelligenten Funktionen sind bereits vorhanden.

Die AirPods 5 bieten laut Apple dennoch eine bessere Geräuschunterdrückung, IP57 statt IP54 und eine neue Klangarchitektur. Entscheidest du dich für das Modell mit kabellosem Ladecase, bekommst du außerdem eine Lautstärkeregelung am Stiel und eine etwas längere Akkulaufzeit.

Wenn deine AirPods 4 mit ANC aber weiterhin gut funktionieren, gibt es keinen ebenso eindeutigen Grund, sofort die Generation zu wechseln.

Fazit – welche solltest du wählen?

Die AirPods 5 sind ein ungewöhnlich interessantes Upgrade, weil Apple sowohl die Funktionen verbessert als auch den Einführungspreis senkt.

Für alle, die heute neue AirPods kaufen, sind die AirPods 5 die natürliche Wahl. Aktive Geräuschunterdrückung ist jetzt Standard, die Widerstandsfähigkeit wurde verbessert, und Apple verspricht sowohl besseren Klang als auch deutlich effektiveres ANC als bei den AirPods 4 mit Geräuschunterdrückung.

Gleichzeitig wirken die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase wie das interessanteste Modell. Für 19 Euro Aufpreis bekommst du längere Akkulaufzeit, kabelloses Laden, einen „Wo ist?“-Lautsprecher und Lautstärkeregelung direkt an den Ohrhörern.

Für bestehende AirPods-4-Nutzer ist das Bild differenzierter. Hast du das Modell ohne ANC, ist die fünfte Generation ein klares Upgrade. Besitzt du bereits AirPods 4 mit ANC, sind die Unterschiede kleiner, und es kann sinnvoll sein, sie zu behalten, solange du zufrieden bist.

Kurz zusammengefasst

Funktion AirPods 4 AirPods 4 mit ANC AirPods 5 AirPods 5 mit kabellosem Ladecase
Aktive Geräuschunterdrückung Nein Ja Ja Ja
ANC-Leistung – Referenz Bis zu 1,5× besser Bis zu 1,5× besser
Chip H2 H2 H2 H2
Bluetooth 5.3 5.3 5.3 5.3
Widerstandsfähigkeit IP54 IP54 IP57 IP57
Lautstärkeregelung am Stiel Nein Nein Nein Ja
Akku mit ANC – Bis zu 4 Std. Bis zu 4 Std. Bis zu 5 Std.
Akku mit Case und ANC – Bis zu 20 Std. Bis zu 20 Std. Bis zu 22 Std.
Kabelloses Laden Nein Ja Nein Ja
Einführungspreis 149 € 199 € 146,90 € 165,90 €

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