Von TheSoundlabs, zuletzt aktualisiert am 15. September 2026
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Cloud Stinger 3 macht vieles richtig. Das mit Abstand Beste am Headset ist der Komfort in Kombination mit einer guten Klangqualität – gemessen am Preis. Wenn die übrigen Headsets von HyperX auf dem „richtigen“ Preisniveau liegen, ist es ein guter Kauf.
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In unserem letzten Test eines HyperX-Headsets haben wir das Flaggschiffmodell HyperX Cloud Alpha 2 ausführlich unter die Lupe genommen. Am anderen Ende des Spektrums – rein preislich gesehen – finden wir das HyperX Cloud Stinger 3, also genau das Produkt, das wir in diesem Test näher betrachten.
An Konkurrenz mangelt es in dieser Preisklasse nicht. Umso interessanter ist daher die Frage, was HyperX gerade im Einstiegssegment gut und vielleicht sogar besser als andere Hersteller macht. In diesem Segment werden Benutzerfreundlichkeit und Komfort häufig höher priorisiert als Klangqualität und eine besonders hochwertige Konstruktion.
Wer sich schon eine Weile mit Gaming beschäftigt, weiß, dass HyperX gute Gaming-Headsets herstellt. Das zeigt sich nicht zuletzt unter den Profis der Gaming-Szene, wo gefühlt jeder zweite Spieler beim Online-Gaming auf HyperX setzt. Diese Spieler verwenden in der Regel teurere Headsets. Wir wollen hier herausfinden, ob das Cloud Stinger 3 einige dieser Eigenschaften geerbt hat.
Was bietet HyperX auf diesem Niveau also in puncto Funktionalität, Konstruktion, Komfort und Klangqualität? Und wie schlägt es sich sowohl gegen externe als auch gegen interne Konkurrenz?
Lies weiter, um es herauszufinden…
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Zum Zeitpunkt dieses Tests wird das Cloud Stinger 3 für 59,97 Euro bei Amazon.de angeboten. Das entspricht dem Preis, zu dem es Ende Juni 2026 eingeführt wurde.
HyperX sorgt selbst für interne Konkurrenz: Der auslaufende Vorgänger HyperX Cloud Stinger 2 kostet zum Zeitpunkt dieses Tests 31,18 Euro. Sein Einführungspreis lag im Herbst 2022 bei 69,99 Euro. Die größte interne Konkurrenz kommt jedoch vom solide gebauten HyperX Cloud III, das zum Zeitpunkt dieses Tests bei mehreren Händlern 58,99 Euro kostet. Auch dieses Modell hat bereits einige Jahre auf dem Buckel und wurde 2023 zu einem Einführungspreis von 115,90 Euro vorgestellt.
Bei den anderen Herstellern ist vor allem das Arctis Nova 1 der größte Konkurrent von SteelSeries. Es kostet zum Zeitpunkt dieses Tests bei mehreren Händlern rund 55 Euro. Auch das Corsair HS55 ist ein Konkurrent und kostet rund 45 Euro. Sowohl das Arctis Nova 1 als auch das HS55 haben bereits einige Jahre auf dem Buckel, wodurch die Preise im Vergleich zum Cloud Stinger 3 gesunken sind.
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Bei einem Headset der Einstiegsklasse ist es natürlich sinnvoll, die Erwartungen entsprechend anzupassen. Trotzdem kauft man ein Headset schließlich mit der Erwartung, dass es eine Weile hält und nicht nach einem Jahr bereits ersetzt werden muss.
Umso erfreulicher ist es, dass HyperX offenbar auf Kritik gehört und im Vergleich zum Cloud Stinger 2 eine der größeren Verbesserungen vorgenommen hat: Der Kopfbügel wurde mit Metallschienen verstärkt. Dadurch ist der Kopfbügel flexibler und läuft weniger Gefahr, beim Dehnen zu brechen. Bei einem verstärkten Kopfbügel ist es zugleich etwas schade, dass die Gabeln weiterhin aus Kunststoff gefertigt werden – auch sie sind ein belasteter Teil des Headsets, der nach längerer Nutzung beschädigt werden kann. Die Gabeln lassen sich außerdem um 90 Grad drehen, sodass die Ohrmuscheln vollständig flach auf einer Oberfläche liegen können.
Auch die meisten übrigen Teile bestehen aus Kunststoff. Ausnahmen sind die Ohrpolster und die Unterseite des Kopfbügels, die aus Kunstleder mit einer Polsterung aus weichem Memory-Schaum bestehen. Ein Vorteil der überwiegend aus Kunststoff gefertigten Konstruktion ist das geringe Gewicht. Das HyperX Cloud Stinger 3 wiegt nur 273 Gramm, allerdings lediglich 2 Gramm weniger als das Cloud Stinger 2.
Neben dem inzwischen ikonischen HX-Logo – das sich außen auf beiden Ohrmuscheln befindet – bietet die rechte Ohrmuschel auch einen Lautstärkeregler, der sich um ⅔ einer Umdrehung drehen lässt.
An der linken Ohrmuschel befindet sich das Boom-Mikrofon. Das Mikrofon besteht aus einer dünnen Schwanenhalskonstruktion aus Metall, die sich in nahezu jeden gewünschten Winkel biegen lässt, um es passend vor dem Mund zu positionieren. Das Mikrofon verfügt außerdem über eine sogenannte „Flip-to-Mute“-Funktion, was bedeutet, dass es beim Hochklappen stummgeschaltet wird. Das Mikrofon gehört mit seiner cleveren und unkomplizierten Bedienung zu den Highlights des Cloud Stinger 3.
Wenn wir stattdessen einen Blick ins Innere werfen, sorgen 50-mm-Treiber für die Klangwiedergabe – dieselbe Größe wie beim Cloud Stinger 2. Aus irgendeinem Grund hat HyperX den Frequenzbereich von 10 Hz bis 28 kHz beim Cloud Stinger 2 auf 20 Hz bis 20 kHz beim Cloud Stinger 3 geändert. Erwähnenswert ist allerdings, dass das menschliche Ohr im Durchschnitt ebenfalls nur 20 Hz bis 20 kHz hören kann. Dass beim Cloud Stinger 3 niedrigere und höhere Frequenzen weggelassen wurden, sollte daher kein Detail sein, dem man allzu große Bedeutung beimisst.
Beim Komfort liegt eines der stärksten Argumente dafür, das Cloud Stinger 3 anderen günstigen Alternativen vorzuziehen. Während unseres Testzeitraums haben wir das Cloud Stinger 3 mehrere Stunden am Stück getragen, ohne groß darüber nachzudenken. Es ist leicht und übt sowohl an den Ohren als auch auf der Oberseite des Kopfes einen angenehmen Druck aus. Die Ohrmuscheln sind weich und groß genug, um auch größere Ohren aufzunehmen. Den Vorgänger Cloud Stinger 2 haben wir selbst nicht getestet, doch als wir uns etwas näher über ihn informiert haben, gehörte der Komfort offenbar zu den Kritikpunkten. Ein solches Problem können wir beim Cloud Stinger 3 nicht feststellen.
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Das mitgelieferte Kabel ist zwei Meter lang und fest an der Unterseite der linken Ohrmuschel angebracht. Am Ende befindet sich ein vierpoliger 3,5-mm-Klinkenstecker, der direkt in den Controller der meisten modernen Spielkonsolen passt. Im Lieferumfang befinden sich neben einem Stoffbeutel außerdem ein Headset-Splitter, mit dem sich das Headset an PC und Mac anschließen lässt.
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Auch wenn sie etwas dumpf klingt, ist die Sprachqualität für diese Preisklasse gut. Das Mikrofon erzeugt bei bestimmten Konsonanten keine Ploppgeräusche, und auch eine höhere Sprechlautstärke wird gut verarbeitet, ohne Verzerrungen zu verursachen.
Natürlich wird die Person am anderen Ende des Gesprächs von der Klangqualität höchstwahrscheinlich nicht beeindruckt sein, doch beim Spielen wird sie auch nicht stören.
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Mit seinem 3,5-mm-Klinkenstecker ist das HyperX Cloud Stinger 3 in erster Linie darauf angewiesen, dass du eine gute Soundkarte hast, die das Headset mit einem möglichst guten Signal versorgen kann. Genau dort liegt ganz klar die größte Begrenzung. Mit einer leistungsfähigen, aber gewöhnlichen Soundkarte haben wir uns sowohl Gaming als auch Musik vorgenommen.
In den von uns getesteten Spielen wurde der Klang mit guter Detailwiedergabe geliefert. Schritte waren in CS2 deutlich zu hören, begleitet von ordentlich Wucht beim Abfeuern von Waffen und bei Bombenexplosionen. Gleichzeitig erhielten entspanntere Spiele wie INSIDE eine Atmosphäre, die das Spielerlebnis aufwertet. Bei den Details liegt das Headset ein Stück hinter dem, was man von deutlich teureren Gaming-Headsets erwartet, doch der Unterschied ist tatsächlich nicht so groß, wie man vielleicht vermuten würde. Für ein Headset, das rund 53 Euro kostet, erfüllt es die Erwartungen beim Gaming wirklich gut.
Wer das HyperX Cloud Stinger 3 zum Musikhören verwenden möchte, kann das durchaus tun. Allerdings stellt das noch höhere Anforderungen an die Soundkarte, die hier den größten potenziellen Flaschenhals darstellt.
Unser erster Testsong ist „15 Step“ von Radiohead. Der Klang liefert deutlich mehr, als wir erwartet haben. Die Klangbühne ist breit und luftig. Jeder Frequenzbereich lässt sich leicht erkennen und ist klar voneinander abgegrenzt. Über das gesamte Spektrum fehlen allerdings Nuancen, und auch an Tiefe mangelt es etwas. Dass wir dem HyperX Cloud Stinger 3 dieses Ergebnis entlocken können, ist beeindruckend und zu einem großen Teil der Soundkarte zu verdanken, die ihm ein stabiles Signal liefert.
Der nächste Song ist „Wouldn’t Have It Any Other Way“ von The Streets. Hier wird sofort deutlicher, dass dem Headset einiges von dem fehlt, was teurere Headsets mit integriertem Verstärker liefern können. Die Snaredrum wirkt schärfer, als sie sollte, während das Klavier im Mitteltonbereich überraschend unauffällig klingt und es ihm an Tiefe und Dynamik fehlt. Mike Skinners Stimme klingt dünn, liegt weiter hinten als gewünscht und weist gleichzeitig einen deutlichen Hall auf, der einen Echoeffekt erzeugt. Der Bass ist dagegen kräftig und nicht weit von dem entfernt, was wir als klar gut bezeichnen würden – er schlägt sich gut.
Beim letzten Testsong, „I’m Not The Only One“ von Sam Smith, lässt sich feststellen, dass dem HyperX Cloud Stinger 3 vor allem Tiefe fehlt. Das meiste klingt gut, doch über das gesamte Spektrum liegt ein flacher Eindruck. Alle Instrumente sitzen an der richtigen Stelle und bieten eine gute Trennung und Breite – hier beeindruckt uns das HyperX Cloud Stinger 3. Es fehlt jedoch an Dynamik, was bei Sam Smiths Stimme am deutlichsten wird, die normalerweise sehr viel Tiefe und Innigkeit besitzt. Hier klingt sie flach, fast so, wie man sich den Klang aus einem Smartphone-Lautsprecher vorstellt.
Nun klingt es vielleicht so, als wären wir mit dem Klang des HyperX Cloud Stinger 3 unzufrieden. Das sind wir keineswegs. Für ein Headset der Einstiegsklasse schlägt es sich sehr gut. Für rund 53 Euro wird man nicht viele andere Headsets finden, die das HyperX Cloud Stinger 3 beim Klang übertreffen.
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Gemessen am Preis ist das HyperX Cloud Stinger 3 ein guter Kauf, der viele „Casual Gamer“ mehr als zufriedenstellen dürfte. Am stärksten spricht für das Headset sein hoher Komfort, durch den man es problemlos einen ganzen Arbeitstag lang tragen kann, ohne dass es unangenehm oder zu warm wird.
Der Klang ist klar akzeptabel und eignet sich hervorragend für Spiele. Kein verpasster Frag lässt sich auf den Sound schieben: Sämtliche Schritte und viele Details sind mit guter Präzision zu hören. Auch für Musikwiedergabe fällt das Ergebnis klar akzeptabel aus, allerdings fehlt etwas Tiefe, sodass anspruchsvollere Hörer noch etwas vermissen werden.
Unsere größte Kritik am HyperX Cloud Stinger 3 betrifft weder seine Leistung noch seine Konstruktion oder den Tragekomfort. Tatsächlich geht es darum, wie das HyperX Cloud Stinger 3 preislich innerhalb des Sortiments im Vergleich zu anderen Headsets aus dem übrigen HyperX-Angebot positioniert ist. Dabei denken wir vor allem an das HyperX Cloud III, das eine solidere Konstruktion und eine breitere Kompatibilität bietet – denn neben dem 3,5-mm-Klinkenstecker gehört auch eine externe Soundkarte zum Lieferumfang, mit der es sich über USB-C an einen Computer anschließen lässt. In diesem Punkt schlägt es das HyperX Cloud Stinger 3 deutlich. Zum Zeitpunkt dieses Tests kostet es rund 1 Euro weniger als das Cloud Stinger 3. In einer solchen Situation fällt es schwer, das Cloud Stinger 3 anstelle des überlegenen Cloud III zu empfehlen.
Wenn wir von der internen Konkurrenz durch HyperX selbst absehen, ist das Cloud Stinger 3 eine sehr preiswerte Alternative. Für sich allein betrachtet, ohne den Vergleich mit der internen Konkurrenz, bietet es ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und lässt sich leicht als Kauf empfehlen.
An dem Tag, an dem das Cloud III nicht mehr zu einem ähnlich günstigen Preis angeboten wird wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Tests, ist das HyperX Cloud Stinger 3 eine klare Empfehlung für alle, die ein günstiges und gutes Gaming-Headset für den Alltag suchen.
Test veröffentlicht: September 2026
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