In einigen der umfangreichsten Testberichte Deutschlands präsentieren wir ...

JBL Go 5 Test

Soundlabs Selection-Gewinner 2026. JBL hat es wieder geschafft! Der König der Bluetooth-Lautsprecher meldet sich eindrucksvoll zurück und bietet enorm viel Klang und Robustheit für wenig Geld.

Von Christoffer Karlsson zuletzt aktualisiert am 3. November 2026

Schwarzer JBL Go 5 auf einem roten Stahltisch mit herbstlichen Bäumen im Hintergrund

Bild: © TheSoundlabs

Soundlabs Selection 2026 Winner-Emblem
JBL Go 5
JBL Go 5
4,5/5

Wenn du ein Budget von bis zu 100 Euro hast, solltest du den Go 5 in Betracht ziehen. Er kostet zudem weniger als die Hälfte deines Budgets.

Klangqualität 4,3/5
Verarbeitungsqualität 4,6/5
Funktionen 4,0/5
Preis-Leistungs-Verhältnis 5,0/5

Vorteile

  • Bemerkenswert gute Klangqualität
  • Robuste Konstruktion
  • Einfache EQ-Einstellungen für ein abwechslungsreiches Klangbild
  • Verlustfreier Klang über USB-C

Nachteile

  • Kein USB-C-Kabel im Lieferumfang
  • Die Akkulaufzeit schwankt je nach Lautstärke erheblich

Einleitung

Schwarzer JBL Go 5 in der Hand des Rezensenten, mit Verkehr und herbstbelaubten Bäumen im Hintergrund

Bild: © TheSoundlabs

In früheren Tests kompakter, abenteuertauglicher Bluetooth-Lautsprecher habe ich darüber gesprochen, dass es an der Spitze einsam ist. Das war, als ich vor dem Sommer 2026 den Soundcore Boom 3i getestet habe. Doch nicht Soundcore war der Hersteller, den ich damals auf dem Thron sah – es war JBL.

Jetzt ist es also an der Zeit, einen der neuesten Lautsprecher vom „König der Bluetooth-Lautsprecher“ zu testen. Nämlich den Go 5 – den direkten Nachfolger des Go 4.

Es ist ausgesprochen interessant, nun einen Lautsprecher des Herstellers genauer beurteilen zu können, der einen ganzen Markt davon überzeugt hat, dass seine Produkte die erste Wahl sind.

Wie gut schlägt er sich angesichts seiner geringen Größe? Wie steht er im Vergleich zum Vorgänger Go 4 und zum bereits erwähnten Boom 3i da? Und vielleicht vor allem: Wie viel bekommt man für einen so niedrigen Preis? Der JBL Go 5 kostet nämlich weniger als 50 Euro. Bei einem derart niedrigen Preis kann man unmöglich hohe Ansprüche stellen.

Lies weiter, um zu erfahren, wie gut sich der Go 5 im Vergleich zu seinem Vorgänger und anderen Lautsprechern derselben Preisklasse schlägt und zu welchen Schlussfolgerungen ich gekommen bin.

Preis

  • Klein, handlich und klangstark für unter 50 Euro
  • Der auslaufende Vorgänger ist zum Schnäppchenpreis erhältlich
  • Starke Konkurrenz im selben Preissegment

Mit dem JBL Go 5 bekommt man ein echtes Niedrigpreisprodukt einer bekannten Marke. Zum Zeitpunkt dieses Tests ist er bei mehreren Händlern für 39,99 Euro zu finden. Das sind gut zehn Euro weniger als bei seiner Markteinführung Mitte April 2026.

Vergleicht man den Preis mit dem des Vorgängers JBL Go 4, kostet dieser derzeit 35,10 Euro bei e-tec.at. Es ist allerdings offensichtlich, dass der Go 4 ein Auslaufmodell ist. Wer einen besonders günstigen Lautsprecher sucht, sollte daher zugreifen, solange er noch erhältlich ist.

Der JBL Go 4 wurde Mitte März 2024 zu einem Einführungspreis von 49,99 Euro auf den Markt gebracht – also zum selben Einführungspreis wie der Go 5.

Vergleicht man den Go 5 mit seinen nächsten Konkurrenten, muss man auf der Liste der Lautsprecher unter 50 Euro schon ein Stück nach unten gehen, um welche zu finden. Am nächsten kommen ihm die Modelle, deren Hersteller JBL offenbar als Vorbild und Inspiration für ihr Design genommen haben. Dabei denke ich vor allem an den Soundcore Select 4 Go, der ungefähr 25 Euro kostet, und den Xiaomi Sound Pocket, der für unter 20 Euro zu finden ist. Diese Lautsprecher haben ein ähnliches Format und eine ähnliche Größe wie der Go 5, unterscheiden sich jedoch bei den Funktionen und technischen Daten. Um welche Funktionen und Spezifikationen es dabei geht, erkläre ich in den jeweiligen Abschnitten genauer.

Verarbeitungsqualität und Design

  • Robustes Design, das auch grobe Behandlung verträgt
  • Übersteht längeres Untertauchen in Wasser
  • Verlustfreier Klang über USB-C

Video: © TheSoundlabs

JBL setzt gewöhnlich nicht auf dezentes, schlichtes Design – das Unternehmen hat sich schließlich sogar dafür entschieden, ein Ausrufezeichen vor den eigentlichen Namen ins Logo zu setzen! Doch auch ohne das große Logo lässt sich ein Bluetooth-Lautsprecher von JBL meist leicht erkennen.

Das Design ist unverwechselbar, ganz gleich, um welchen JBL-Lautsprecher es sich handelt. Das gilt auch für den Go 5. Der Lautsprecher ist von grobem Textilgewebe umgeben, das zusammen mit der Gummierung an den Enden und entlang der Seiten dazu beiträgt, ihn stoßfest zu machen. Die Gummierung weist an der Unterseite außerdem Erhöhungen auf, die als Standfüße dienen. Dieses Design findet sich in unterschiedlicher Ausprägung bei allen Lautsprechern von JBL wieder.

Er ist nicht gerade der schlichteste und schönste Lautsprecher, den man sich vorstellen kann, hat aber genau das richtige Design für seine Zielgruppe. Gemeint sind Menschen, die einen Lautsprecher suchen, der einiges mitmacht und in jeder Situation und bei jedem Abenteuer dabei sein kann.

Vergleicht man den JBL Go 5 mit dem JBL Go 4, ist vieles beim Alten geblieben: Das Format ist nahezu identisch, und die Anordnung der Tasten sowie die Anschlüsse sind gleich.

Im direkten Vergleich misst der JBL Go 5 10,1 x 7,74 x 4,3 cm bei einem Gewicht von 230 Gramm. Der Go 4 misst 9,4 x 7,8 x 4,2 cm und wiegt 190 Gramm. Der Go 5 ist also etwas größer und etwas schwerer. Das höhere Gewicht bedeutet einen größeren Akku, der eine Stunde längere Akkulaufzeit ermöglicht – mehr zur Akkulaufzeit findest du im Abschnitt weiter unten.

Alle Tasten sind großzügig von einer Gummischicht bedeckt. Insgesamt gibt es sechs Tasten, von denen drei an der Schmalseite sitzen und Folgendes steuern beziehungsweise aktivieren: „Auracast“, „Bluetooth-Kopplung“ sowie „EIN/AUS“. Die anderen drei Tasten befinden sich an der oberen Längsseite und steuern „Lautstärke verringern“, „Play/Pause“ und „Lautstärke erhöhen“.

Weitere erwähnenswerte Details an der Außenseite sind der USB-C-Anschluss, der nicht nur zum Laden des Lautsprechers dient, sondern auch als Audioeingang für verlustfreien Klang genutzt werden kann. Das ist praktisch, wenn du den Lautsprecher beispielsweise mit einem Computer verbinden möchtest, der keine Bluetooth-Verbindung hat. Am selben Ende wie der USB-C-Anschluss befindet sich außerdem eine große Befestigungsschlaufe, durch die ungefähr ein Finger passt. Nicht vergessen dürfen wir auch die neuen weißen LED-Leisten, die unterhalb und oberhalb des Schallaustritts an der Vorderseite angebracht sind. Die Effekte der LED-Leisten lassen sich in der JBL-Portable-App einstellen. Mehr dazu erfährst du weiter unten.

Werfen wir stattdessen einen Blick ins Innere, finden wir einen Verstärker mit einer Leistung von 4,8 Watt und einem Frequenzbereich von 87 Hz bis 20 kHz sowie einen 1,75-Zoll-Treiber. Zum Vergleich: Der JBL Go 4 hat eine Leistung von 4,2 Watt und einen Frequenzbereich von 90 Hz bis 20 kHz bei einem ebenso großen Treiber. Der Frequenzbereich ist praktisch identisch, die Leistung fällt jedoch etwas höher aus, was eine etwas höhere Lautstärke ermöglichen sollte. In meinem Test erreichte ich bei maximaler Lautstärke aus einem Meter Entfernung 97 dB.

Eine der größten Stärken und besten Verkaufsargumente von JBL ist, dass sämtliche Bluetooth-Lautsprecher der Marke in gewissem Maße stoß-, staub- und wasserbeständig sind. Die Staub- und Wasserbeständigkeit wird anhand der IP-Schutzart gemessen, die beim JBL Go 5 IP68 beträgt. IP68 bedeutet, dass der JBL Go 5 vollständig staubdicht ist und längeres Untertauchen in Wasser verträgt. Du kannst mit dem JBL Go 5 also baden gehen, ohne dass er Schaden nimmt. Im Vergleich dazu besitzt der JBL Go 4 die Schutzart IP67, die eine Stufe darunter liegt und kurzzeitiges Untertauchen in Wasser aushält.

Was die Verarbeitungsqualität und Konstruktion des JBL Go 5 betrifft, lässt sich leicht feststellen, dass sie gut ist – sogar richtig gut. JBL hat den Standard für robuste Bluetooth-Lautsprecher gesetzt, und inzwischen weiß man genau, was man bekommt, wenn man einen Lautsprecher von JBL kauft. Er fühlt sich solide an und hält einen rauen Umgang wirklich aus. Gleichzeitig ist er kein Lautsprecher, bei dem irgendjemand denkt: „WOW, was für ein schöner Lautsprecher!“ Aber das war vermutlich auch nicht das Ziel von JBL.

Funktionen

  • Relativ wenige, aber nützliche Funktionen und Einstellungen
  • Die EQ-Einstellung gehört zu den komfortabelsten, die ich je in einer Smartphone-App getestet habe
  • AirTouch ist sehr praktisch, aber nur wenige Geräte sind kompatibel
JBL-Portable-App mit verbundenem schwarzem JBL Go 5 – Startbildschirm

Die Verbindung zur Auracast-Wiedergabe wird über die spezielle Auracast-Taste an der Schmalseite des JBL Go 5 hergestellt. Auf die übrigen Einstellungen und Funktionen greift man über die JBL-Portable-App zu, die für Android und iPhone erhältlich ist.

In der App sieht man zunächst den Akkustand, gefolgt von „Light Theme“. Mit Light Theme lässt sich einstellen, wie die LED-Leisten leuchten sollen. Zur Auswahl steht unter anderem „Bounce“, bei dem die Effekte zwischen der oberen und unteren Leiste „springen“. Bei aktiviertem „Loop“ bewegt sich der LED-Effekt pendelnd zwischen den beiden Leisten hin und her. „Switch“ wechselt zwischen voller Leuchtstärke der oberen und der unteren Leiste, während „Freeze“ beide dauerhaft mit voller Stärke leuchten lässt. Der LED-Effekt kann auch vollständig ausgeschaltet werden. Während der Wiedergabe bleibt die LED-Beleuchtung dann komplett aus. Wird die Wiedergabe pausiert, schaltet sich jedoch die obere LED-Leiste ein, damit man den Lautsprecher leichter finden und bedienen kann, wenn man ihn draußen im Dunkeln verwendet.

JBL-Portable-App mit verbundenem schwarzem JBL Go 5 – EQ-Einstellungen

Direkt unter Light Theme befindet sich der „Equalizer“. Hier kann man zwischen vier voreingestellten EQ-Profilen wählen, aber auch einen eigenen Equalizer mit sieben Bändern erstellen. Die vier Voreinstellungen heißen „JBL SIGNATURE“, „CHILL“, „ENERGETIC“ und „VOCAL“. Alle vier unterscheiden sich deutlich in ihrer Charakteristik, was praktisch ist, wenn man schnell eine passende EQ-Einstellung für einen bestimmten Song finden möchte.

Der JBL Go 5 ist (natürlich) kein klangliches Meisterwerk in dem Sinne, dass er mit deutlich größeren und teureren Lautsprechern mithalten könnte – seine Größe setzt nun einmal Grenzen. Deshalb finde ich es besonders praktisch, schnell zwischen vier voreingestellten EQ-Einstellungen wählen zu können. Diese vier passen für die allermeisten Situationen. Erwähnenswert ist allerdings auch, dass der Siebenband-EQ groß dargestellt wird und sich sehr einfach anpassen lässt – das ist längst nicht bei allen Apps aller Hersteller der Fall.

JBL-Portable-App mit verbundenem schwarzem JBL Go 5 – unterer Bereich des Startbildschirms

Unter dem Equalizer findet sich anschließend „Playtime Boost“. Ist diese Funktion aktiviert, verlängert sich die Akkulaufzeit um bis zu zwei Stunden. Gleichzeitig entfällt allerdings die Möglichkeit, einen EQ auszuwählen.

JBL-Portable-App mit verbundenem schwarzem JBL Go 5 – Einstellung „Create Stereo“

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dem JBL Go 5 eine Stereogruppe zu bilden. Entweder öffnet man in der App den Bereich „Stereo Group“ und sucht nach einem weiteren Lautsprecher. Oder man verwendet die äußerst praktische AirTouch-Funktion, die bei den neuesten JBL-Lautsprechern verfügbar ist. AirTouch funktioniert so, dass es genügt, zwei kompatible Lautsprecher nahe beieinander aufzustellen. Sie koppeln sich dann automatisch miteinander und bilden eine Stereogruppe.

Zum Zeitpunkt dieses Tests ist die AirTouch-Funktion neben dem JBL Go 5 auch beim JBL Go 4 Duo und beim JBL Xtreme 5 verfügbar.

Akkulaufzeit

  • Bis zu acht Stunden Akkulaufzeit
  • Playtime Boost verlängert die Akkulaufzeit um zwei Stunden
  • Die Akkulaufzeit schwankt je nach Lautstärke stark
Schwarzer JBL Go 5 an ein rotes Stahlgeländer gelehnt

Bild: © TheSoundlabs

Laut JBL beträgt die Akkulaufzeit des Go 5 acht Stunden. Mit aktiviertem Playtime Boost lassen sich noch einmal zwei Stunden herausholen. Nach meinen Erfahrungen aus einigen Wochen Testzeit sind diese acht Stunden erreichbar, wenn man die Lautstärke im niedrigen bis mittleren Bereich hält. Dreht man die Lautstärke kräftig auf, entlädt sich der Akku deutlich schneller. Bei voller Lautstärke würde ich schätzen, dass der Akku nach ein paar Stunden leer ist.

Vergleicht man die Akkulaufzeit mit der Vorgängerversion JBL Go 4, bietet diese mit aktiviertem Playtime Boost bis zu neun Stunden und ohne die Funktion sieben Stunden Akkulaufzeit.

Betrachtet man stattdessen die Konkurrenten, mit denen ich den JBL Go 5 zuvor verglichen habe, bietet der Soundcore Select 4 Go eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden und der Xiaomi Sound Pocket von bis zu 10 Stunden. Auch bei diesen Lautsprechern hat die Lautstärke einen großen Einfluss, weshalb sich die drei Modelle nur schwer miteinander vergleichen lassen.

Klang

  • Durchweg sehr klare und detailreiche Frequenzbereiche
  • Guter Bass für einen Lautsprecher von der Größe eines Kartenspiels
Schwarzer JBL Go 5 auf einem Fahrradsattel mit einem Park im Hintergrund

Bild: © TheSoundlabs

Ich bin oft erstaunt darüber, welche Erwartungen manche Verbraucher offenbar an ihre Lautsprecher haben, ohne dabei den Preis oder die Bauform zu berücksichtigen. Diese beiden Faktoren haben natürlich einen sehr großen Einfluss darauf, welches Klangbild man von einem Lautsprecher erwarten kann. Der JBL Go 5 ist kaum größer als ein Kartenspiel, hat eine Leistung von 4,8 Watt und kostet weniger als 50 Euro.

Dennoch sollte und muss man hohe Erwartungen an einen Lautsprecher von JBL haben. Als einer der führenden Hersteller von Bluetooth-Lautsprechern sieht sich JBL bei jeder neuen Markteinführung stets hohen Erwartungen gegenüber. Umso erfreulicher ist es, feststellen zu können, dass der Go 5 beim Klang eine deutliche Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger darstellt und JBL weiterhin die Marke ist, zu der andere Hersteller aufschauen und die sie zu übertreffen versuchen.

Wie klingt der Go 5 also bei unterschiedlichen Musikrichtungen und Lautstärken?

Als ich den ersten Testsong „Chained“ von The xx starte, fällt mir als Erstes auf, wie deutlich alle Frequenzbereiche zur Geltung kommen. Bei mehreren Lautsprechern, die ich für Soundlabs getestet habe, war das der Song, bei dem der Bass die Mitten so stark überlagert hat, dass die Stimmen nicht wie gewünscht zur Geltung kamen. Beim Go 5 ist das ganz und gar nicht der Fall: Alle Frequenzbereiche klingen gut. Die Stimmen wirken angesichts der kompakten Größe zart und innig, während Becken und Schläge auf die Snaredrum in den Höhen nachklingen. Natürlich bekomme ich nicht die Basstiefe, die größere Lautsprecher erzeugen können. Angesichts des kleinen Formats ist es aber bemerkenswert, wie gut der Bass wiedergegeben wird. Bei einem Blindtest hätten viele vermutlich auf einen deutlich größeren Lautsprecher getippt.

Beim nächsten Song gehen wir in Sachen Basstiefe noch einen Schritt weiter. Es ist „bad guy“ von Billie Eilish. Schon zu Beginn huscht mir ein etwas albernes Lächeln übers Gesicht. Ich muss an das jüngere Geschwisterkind denken, das alles tut, um die Aufmerksamkeit des älteren zu bekommen und es zu beeindrucken. Denn der Go 5 setzt alles daran, die Tiefe zu erzeugen, die der Song eigentlich haben soll. Gemessen an seiner Größe kommt er dabei erstaunlich weit, auch wenn es physikalisch unmöglich ist, auch nur annähernd die gewünschte Tiefe zu erreichen. Was mich unglaublich beeindruckt, ist die Fähigkeit, die übrigen Frequenzbereiche so schön und detailliert wiederzugeben. Billies Stimme ist nicht einfach zu reproduzieren, doch beim Go 5 bekommt sie sowohl Tiefe als auch Innigkeit. Ihr eher geflüsterter Gesang wirkt genauso selbstverständlich wie bei einem deutlich größeren und teureren Lautsprecher. Gleichzeitig klingen Fingerschnipsen und Hi-Hat-Becken ebenso präzise und mit ebenso schönem Nachhall wie bei Lautsprechern, die bis zu siebenmal so viel kosten. Hier war ich wirklich beeindruckt! Sicher, es fehlt an Basstiefe, aber der Lautsprecher tut alles, um die beabsichtigte Tiefe zu erzeugen – er vibriert buchstäblich in der Hand.

Zu guter Letzt kommt mein ständiger Testfavorit an die Reihe, um gemeinsam mit dem Go 5 zu zeigen, was er kann. Ich spreche von „I’m Not The Only One“ von Sam Smith. Hier sind es die klaren Frequenzbereiche, die bei schwächeren Lautsprechern die meisten Schwächen offenbaren. Vor allem bei diesem Song wird deutlich, dass es hauptsächlich an Basstiefe fehlt. Bei einem zurückhaltender arrangierten Lied wie diesem, bei dem sich der Bass von Natur aus im Hintergrund hält, merkt man, dass der Bass nicht einmal versucht zu glänzen. Dadurch klingt der Song etwas flach und wenig mitreißend. Mit einigen EQ-Anpassungen lässt sich der Bass zwar etwas anheben, aber nicht annähernd auf das gewünschte Niveau. Die übrigen Frequenzbereiche klingen schön, mit viel Dynamik in Sams Stimme und in der Snaredrum in den Höhen. Auch die Streicher im Zwischenspiel klingen überraschend klar, obwohl ihnen eine gewisse Tiefe fehlt, die der Bass nicht liefern kann.

Wenn man bedenkt, wie klein dieser Lautsprecher ist, kann man von seinem Klangbild nur beeindruckt sein. Hätte mir vor dem Testzeitraum jemand gesagt, dass dieser Klang aus einem Lautsprecher kommt, der kaum größer als ein Kartenspiel ist, hätte ich der Person nicht geglaubt. Auch wenn vor allem der tiefe Bass fehlt, liegt das ausschließlich an der Bauform: Tieferer Bass benötigt schlicht mehr physischen Raum, um diese Tiefe zu erzeugen. Die übrigen Frequenzbereiche werden sauber und mit einem Detailreichtum wiedergegeben, der viele Lautsprecher übertrifft, die ein Vielfaches des Go 5 kosten.

Fazit

  • Der perfekte robuste Begleiter für Picknicks und andere Abenteuer
  • Erstaunlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Soundlabs Selection für Lautsprecher unter 100 Euro
Schwarzer JBL Go 5 auf einem Stahlgeländer in der Herbstsonne mit einem Bach im Hintergrund und dem Emblem „Soundlabs Selection 2026“ daneben

Bild: © TheSoundlabs

Der JBL Go 5 hat in mir die Sehnsucht nach dem Sommer geweckt, was bei dem ungemütlichen Novemberwetter ganz natürlich erscheint. Denn dieser Lautsprecher ist wie dafür gemacht, bei all den Abenteuern des Sommers dabei zu sein. Dank seines Taschenformats kann er bei jedem Ausflug eine naheliegende Wahl sein. Auch die Konstruktion mit ihrer hohen Staub- und Wasserbeständigkeit macht ihn für abenteuerlichere Tage bestens geeignet.

Und dabei habe ich noch nicht einmal über den Klang gesprochen. Einen solchen Klang aus einem so kleinen Lautsprecher zu bekommen, der zudem nicht mehr als 50 Euro kostet, ist sehr beeindruckend.

Wer einen Partylautsprecher für die nächste Feier sucht, sollte sich (natürlich) weiter umsehen. Dafür muss man preislich und vor allem bei der Größe eine Stufe höher gehen. Wer dagegen einen Lautsprecher für das Picknick sucht, einen Lautsprecher für Hintergrundmusik beim Abendessen mit einem anderen Paar oder vielleicht einen kleineren Lautsprecher für die Küche, sollte den JBL Go 5 unbedingt in Betracht ziehen.

Das ist der beste ultrakompakte Bluetooth-Lautsprecher, den ich 2026 getestet habe, und eine klare Empfehlung für alle, die einen kompakten und ausgesprochen leistungsfähigen Lautsprecher suchen.

Test veröffentlicht: November 2026

Related Posts